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Haus der Generationen

Hin und (wieder) weg

Das Haus der Generationen in Groß Leuthen hat auch einen Ausstellungsraum. Joachim Schützel zeigt der Leiterin des Hauses, Birgit Raddatz, seine Fotos vom Spreewald, die dort noch bis Ende Januar zu sehen sind. FOTO: LR / Liesa Hellmann

Groß Leuthen. Von Barrierefreiheit bis Busverbindung: Mobilität ist ein wichtiges Thema in Märkische Heide. Braucht es mehr Angebote für Senioren?

Manchmal kann man sich in Groß Leuthen fühlen wie am Ende der Welt. Das geht besonders gut zwischen 11 und 17 Uhr, wenn man zu alt oder zu jung ist, um selbst Auto zu fahren. In dieser Zeit gibt es keine direkte Busverbindung von Groß Leuthen nach Lübben. Wer ohne Auto in die Kreisstadt will, etwa für einen Arztbesuch oder für Besorgungen – auch Einkaufsmöglichkeiten sind in Groß Leuthen bisher rar – muss spätestens den Bus um 10.43 Uhr nehmen. Die nächste durchgängige Verbindung geht erst wieder um 17.09 Uhr. Hin und weg kann man von Märkische Heide sein, hin und wieder weg ist manchmal schwieriger.

In der Zeit dazwischen muss man mindestens ein- bis zweimal umsteigen, um nach Lübben zu kommen. Die Fahrzeit von einer halben Stunde ohne Umsteigen (Hauptstraße Groß Leuthen bis Bahnhof Lübben) verdoppelt und verdreifacht sich bei diesen Verbindungen. Das ist insbesondere für ältere Menschen anstrengend – aber wünschen sie sich überhaupt mehr Angebote?

Die Mitglieder der „Initiativgruppe Groß Leuthen entwickeln“ sind sich bei ihrer Diskussionsrunde zur Mobilität am Montagabend uneins. „Viele von uns haben Eltern, die über 80 Jahre alt sind. Ich mache mir Sorgen, dass sie bald nicht mehr mobil sind“, sagt etwa Viola Lüben. Zugleich hätten sich aber viele ältere Menschen bereits selbst Hilfe aus der Nachbarschaft oder von Verwandten organisiert, geben mehrere Anwesende zu bedenken.

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