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Krugau war seine zweite Pfarrstelle. Ursprünglich sollte es eine gemeinsame Leitung der Gemeinden rund um Groß Leuthen und Zaue mit Pfarrerin Dörte Wernick geben. Das gelang nicht. Zu verschieden seien die Vorstellungen gewesen, resümiert Klemp-Kindermann.

Die ersten Jahre waren geprägt von Strukturfragen. Mit dem großen Ziel vor Augen, im Gemeindehaus Groß Leuthen ein attraktives Zentrum für die Christen zu schaffen, mussten Gebäude aufgegeben werden. Das seien mitunter schmerzliche Prozesse gewesen. „Aber alles, was ich mit Gemeindegliedern anfangen durfte, wurde auch bei kontroversen Meinungen letztlich gemeinschaftlich mitgetragen, sodass am Ende eine lebendige Gemeinde entstand“, sagt er.

Nicht einfach sei die Diskussion um Windkraft auf Gemeindegrund gewesen. Eins von zwei geplanten Windrädern spielt inzwischen Geld in die Gemeindekasse. Ein weiteres ist planungsreif. Die Arbeit mit den Menschen sei bei allen Bau- und Verwaltungsaufgaben der erfüllende Part gewesen. Dass die Jugendlichen der Jungen Gemeinde ihn ungern gehen lassen möchten, hatte er nicht erwartet. Dieser Abschied habe ihn sehr berührt. Vermissen werde er sicher viel. „Ich habe eine ausgesprochene Hingabe und Treue der Menschen zu ihrer Kirchengemeinde erlebt. Die Menschen sind pragmatisch und packen gern mit an. Das hat vieles leicht gemacht“, sagt der Pfarrer. „Wir sind traurig, dass er geht aber auch dankbar für die Jahre, die er bei uns seinen Dienst“, sagt Heidrun Kohts, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates. Die sieben Kirchdörfer seien mit Pfarrer Arndt Klemp-Kindermann immer mehr zusammengewachsen, und es hätte viele neue Ideen für die Gemeindearbeit gegeben.

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