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Aus dem Gericht

6700 Euro aus der Vereinskasse abgezwackt

Der Vize-Landrat von Dahme-Spreewald, Chris Halecker, musste sich wegen Untreue vor Gericht verantworten. FOTO: LR / AnjaBrautschek

Fürstenwalde. Amtsgericht Fürstenwalde verurteilt Chris Halecker, Vize-Landrat von Dahme-Spreewald, wegen Untreue zu einer Geldstrafe.

Als Vorsitzender der Landesrettungsschule Brandenburg in Bad Saarow hatte er Zugriff auf deren Konto. Das nutzte er aus: Insgesamt achtmal bediente sich Chris Halecker dort und erleichterte den Verein so um insgesamt knapp 6700 Euro, die er für private Zwecke verwendete. Das Amtsgericht Fürstenwalde hat Halecker am Montag zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 230 Euro, insgesamt also 34 500 Euro, verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Halecker ist seit April 2016 stellvertretender Landrat im Kreis Dahme-Spreewald. Der heute 53-Jährige, der in Fürstenwalde wohnt, war vor seinem beruflichen Wechsel nach Lübben für die Kreisverwaltung Oder-Spree zunächst als Leiter des Rettungsdienstes tätig, dann als Leiter der Stabsstelle für Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz. Nach einem Zerwürfnis mit der Verwaltungsspitze in Beeskow arbeitete er in zwei Landesministerien in Potsdam.

Zu einer mündlichen Verhandlung kam es am Montag im Amtsgericht nicht. Stattdessen verlas Richterin Elke Reiner in Abwesenheit des Angeklagten und seines Anwaltes Karl Täschner den Strafbefehl. Ein solches Vorgehen ist laut Strafprozessordnung möglich, wenn die Verteidigung ankündigt, den Gerichtstermin  nicht wahrnehmen zu wollen und Gericht sowie Staatsanwaltschaft die Verkündung des Strafbefehls für vertretbar halten, erläuterte die Richterin.

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