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Camilla-Horn-Gehöft wieder im Gespräch

Gehöft mit Geschichte: Was wird aus Haus am Weinberg?

Das Gehöft am Weinberg hat eine bewegte Geschichte und wurde zuletzt als Obdachlosenheim genutzt. Nun ist seine Zukunft wieder im Gespräch, auch, um es vor weiterem Verfall zu bewahren. Kaufinteressenten hat es schon in der Vergangenheit gegeben. FOTO: Andreas Staindl

Es war ein Refugium für eine Schauspielerin, ein Erziehungsheim für Jugendliche und ein Haus für Obdachlose. Die Rede ist vom abgelegenen Gehöft am Weinberg und seiner Zukunft. Sie hängt unter anderem von der Umgehungstrasse ab.

Der Boden ist noch immer fruchtbar in dem Garten, der einst einem Defa-Star gehörte. Camilla Horn kaufte sich das Gehöft am Weinberg anno 1933, nutzte es als stille Zuflucht vom Trubel des Films, verkaufte Gemüse und Obst auf dem Markt. Mit dem Verkauf 1939 nahm die wechselvolle Geschichte des Hauses neue Wendungen bis hin zum Jugendwerkhof und Obdachlosenheim der jüngeren Zeit. So still und verlassen es am Rande des Lübbener Weinbergs zu liegen scheint, so hartnäckig wird in der Lübbener Stadtpolitik immer wieder seine Zukunft diskutiert. Mit Beginn der neuen Wahlperiode nahm Pro Lübben einen neuen Anlauf. Diese Woche liegt den Fachausschüssen der Antrag vor, zunächst einmal ganz allgemein zu prüfen, welche Möglichkeiten der Nachnutzung es gibt. Damit soll Bürgermeister Lars Kolan (SPD) beauftragt werden.

Hintergrund ist, dass das Objekt zwar leersteht und weitgehend gesichert ist. Für die Sicherung und Unterhaltung ist der Fachbereich Gebäudemanagement in der Stadtverwaltung zuständig, bestätigte diese. Doch was nicht genutzt wird, verfällt – und deshalb will Pro Lübben weitere Überlegungen zur Zukunft des Gehöfts anstoßen.

Wichtiger Hintergrund ist auch, dass erste Verkaufsabsichten von der Stadt an die Lübbener Wohnungsbaugesellschaft LWG vor mehreren Jahren daran scheiterten, dass die damals favorisierte Umgehungsstraßentrasse direkt am Gehöft vorbeigeführt hätten. Nun wird eine andere Streckenführung bevorzugt, die etwas weiter entfernt verläuft. Ausgehend von dieser Veränderung drängt Pro Lübben darauf, sich Gedanken über die künftige Nutzung des Ensembles zu machen.

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