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Tatsächlich seien die Folgen der Reaktorkatastrophe, die jetzt 33 Jahre zurückliegt immer noch spürbar. „Die Kinder sind nicht so belastbar. Diabetes, Missbildungen aber auch Erkrankungen der inneren Organe treten als Spätfolgen immer noch auf“, berichtet Brigida Melzer. Sie kennt auch den Grund: Die Kinder wachsen bei Großeltern oder Pflegefamilien in den ländlichen Regionen im Bezirk Minsk auf. Ein Gebiet, dessen Boden immer noch radioaktiv belastet ist. Um sich zu versorgen, bauen die Menschen Gemüse im eigenen Garten an. Es wird genauso verzerrt, wie die Milch der Kühe, die auf belasteten Weiden grasen.

Der Lübbener Verein sorgt bei dem Erholungsaufenthalt aber nicht nur für eine gesunde Umgebung. Geplant sind Ausflüge unter anderem in den Kletterwald nach Lübben, zu Tropical Islands und ins Pinguinbad sowie das fünftägige Feriencamp in Klein Leuthen. Organisiert und begleitet werden die Aktivitäten von den Vereinsmitgliedern.

Leisten kann es sich der Kinderhilfsverein aber nur, die Kinder aus der Region um Tschernobyl einzuladen, weil es sehr viele kleine Spender gibt. „Mit Beträgen von 20, 50 oder 100 Euro unterstützt uns die Bevölkerung“, sagt Brigida Melzer. Darüber hinaus veranstaltet der Verein regelmäßig Benefizkonzerte – zuletzt mit dem Orchester „grenzenlos“ in der Kirche Groß Leuthen. Bezahlt werden mit den Spenden der Hin- und Rücktransport der Kinder, die Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen, für jeden ein gelbes T-Shirt, aber auch der Schokoladentransport im November.

Brigida Melzer umringt von den Kindern aus Weißrussland, die der Verein jedes Jahr für drei Wochen in den Spreewald holt. FOTO: privat
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