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Mit Baby in den Fachausschuss?

Wenn schon mit Baby, dann auch mit Rassel

Blick in den Kreistagssaal Dahme-Spreewald: Was wäre, wenn eine Mutter zur Sitzung ihr wenige Wochen altes Baby mitbringen würde? Was in Thüringen durch Madeleine Henfling (r.) zum „Babygate“-Skandal wurde, wird im Spreewald eher mit Humor betrachtet. FOTO: Ingrid Hoberg

Lübben/Luckau/Lübbenau. Im Thüringer Landtag muss eine Abgeordnete den Saal verlassen, weil sie ihr Baby mitgebracht hat. Im Spreewald wird solch ein Fall vor allem mit Humor betrachtet.

„Babygate“ – das ist doch genau die Schlagzeile, die man nicht will. Nicht als Abgeordneter, nicht als Vorsitzender, nicht als Verwaltung. So ist es aber unlängst in Thüringen passiert. Die Bündnis 90/Die Grünen-Abgeordnete Madeleine Henfling war im Sommer erneut Mutter geworden, und zur folgenden Landtagssitzung brachte sie ihr sechs Wochen altes Baby mit. Der kleine Sohn schlief einem Medienbericht zufolge friedlich in seiner Tragetuch-Konstruktion, als die Sitzung begann.

Landtagspräsident Christian Carius (CDU) gratulierte der Thüringer Allgemeinen zufolge zunächst der Abgeordneten zur Geburt – um sie dann zu bitten, den Saal zu verlassen. Begründung: Die Geschäftsordnung sehe Mütter mit Kindern im Plenarsaal nicht vor. In Thüringen führte dies dazu, dass Carius die Abgeordnete nach einiger Diskussion dazu brachte, den Saal zu verlassen – ein Vorfall, der unter der Schlagzeile „Babygate“ für Empörung sorgte.

Im Spreewald würde diese Geschichte ganz anders ausgehen: verständnisvoller, menschlicher, vor allem aber: viel humorvoller. Dabei ist die Basis gleich: Was geschehen soll, wenn eine junge Mutter ihr Kind zu einer Sitzung mitbringt, ist RUNDSCHAU-Informationen zufolge nirgendwo geregelt. Die Schlüsse, die daraus gezogen werden, sind allerdings ganz andere als in Thüringen.

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