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Kampf gegen Graffiti und Vandalismus

Die hässliche Fratze von Städten

Der jüngste Graffiti-Fall in Lübbenau hat sich im Bahnhofstunnel ereignet. Lange Zeit ließen die Sprayer ihre Finger von den dortigen Kunstwerken, nun wurden auch diese verschandelt. FOTO: Stadt Lübbenau

Lübbenau/Vetschau. Lübbenau kämpft derzeit gegen Graffiti- und Vandalismusschäden. Auch Vetschau ist von wilden Sprayern betroffen. Was kann dagegen getan werden?

Sie treten im Lübbenauer Stadtbild wieder häufiger auf: Beschädigungen durch Graffiti und Vandalismus an kommunalen Gebäuden und Objekten sowie an den Kunstwerken selbst. „Wir leiden als Stadt überwiegend unter dem Ansprühen primitiver Graffiti und den Schmierereien von Dilettanten“, sagt Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos). Zuletzt wurden der Bahnhofstunnel – der lange Zeit „verschont“ geblieben ist – aber auch Gebäude und Mauern mit illegalen Graffitis beschmiert. Auch treten regelmäßig Beschädigungen an Kleinteilen oder Exponaten auf, wie den Informationstafeln der Freiluftausstellung „Tagebau-Kraftwerk-Wohnen“, den Isolatoren am Energieweg oder den Skulpturen in der Poststraße. An den Straßenlaternen sind wild unerlaubte Aufkleber angebracht.

„Es handelt sich in allen Fällen um Sachbeschädigung, die in jeglicher Art strafrechtlich verfolgt wird“, teilt Stadtsprecherin Mandy Kunze mit. Wer ertappt werde, müsse mit polizeilichen Ermittlungen, gerichtlichen Verurteilungen und hohen zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen rechnen. „Von den hohen materiellen Schäden und dem Aufwand zur Beseitigung beziehungsweise der Wiederherstellung des Originalzustandes abgesehen, bedeuten die Schäden aber auch, dass das Werk des eigentlichen Künstlers nicht Wert geschätzt wird“, so die Verwaltung.

Um den Schmierereien vorzubeugen, hat die Verwaltung nun die alte Turnhalle in der Beethovenstraße, Trafostationen oder Telefonverteilerkästen und die Garagenrückseiten an der Skaterbahn zur kreativen Gestaltung freigegeben. Außerdem unterstützt die Stadt Projekte, wie das erst kürzlich fertiggestellte Lübbenauer Fenster, eine 60 Quadratmeter große Mosaikwand auf der Grünfläche zwischen Kraftwerkstraße und Güterbahnhofstraße (die RUNDSCHAU berichtete). An einigen Stellen wurde auch begonnen, die Gebäude mit Videoüberwachungen auszurüsten, um präventiv vorzubeugen. Weiterhin werde eng mit der Polizei und privaten Sicherheitsdiensten zusammengearbeitet.

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