ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Lucy Hampicke ist es zuzuschreiben, dass das Durchschnittsalter einen rasanten Fall nach unten machte. „73 Jahre liegen zwischen ihrem Geburtsjahr 2005 und dem von Helmut Jentsch (geb. 1932). „Lucy hatte im vergangenen Jahr für musikalische Umrahmung gesorgt und sich angesprochen gefühlt, für den neuen Heimatkalender selbst einen Beitrag beizusteuern“, würdigte der Vereinsvorsitzende. Adelheid Tichatzky stand der Jungautorin zur Seite – ein Modell, das auch andere Schüler zum Mitwirken animieren sollte.

106 Seiten umfasst die neue Publikation, von deren Titelblatt die Napoleon-Eiche grüßt. In diesem Jahr zwar massiv gestutzt, zieht der rund 350 Jahre alte Baum noch immer die Blicke auf sich. Kinder wie die Zeit vergeht, fragten sich Besucher der Buchpräsentation, als Steffi Clemens und Michael Petras ein Stück Vergangenheit in die Gegenwart hievten. Das Moderatorenduo erinnerte an Calauer Geschehnisse, die sich im kommenden Jahr zum zehnten Mal jähren. Dazu zählen die 1. Calauer Tourismusbörse, der Beschluss zur Schaffung eines Witzerundweges, die Einweihung des Torbogens am Luckauer Tor (Kreisel) aber auch die Gründung der Fotogruppe „FotoGen“ oder der Moment, als sich der chilenische Botschafter in das Goldene Buch der Stadt Calau einträgt.

Eine Stadt, in der enorme Fortschritte und Veränderungen vollzogen wurden. So ist es dem Beitrag von Reinhard Bareinz (Altnau) zu entnehmen, der über die Wasserversorgung der Stadt und Ortsteile informiert, dem Beitrag von Helmut Jentsch (Zinnitz), der die Historie der Calauer Rittergüter beleuchtet oder Notizen von Gerd-Uwe Lehnigk zu Geschehnissen im gallischen Calau vor 60 Jahren. Anwohner der Mühlenstraße legten 1959 beim Rat der Stadt „Beschwerde gegen die Einrichtung und Inbetriebnahme eines Großparkplatzes und Kfz-Betriebshofes für Omnibusse und Lkw“ in Wohnortnähe ein.

Redakteur André Bareinz bedankte sich bei allen Mitwirkenden des Calauer Heimatkalenders 2020. „Ohne die zuverlässigen Autoren und Sponsoren würde es diesen nicht geben“, betonte er im Beisein von Bürgermeister Werner Suchner. Beide empfehlen den Besuch des Stadtfestes, wo der Heimatverein die Publikation an seinem Stand in der Cottbuser Straße anbieten wird. Zum gewohnten Preis von 6 Euro und dem spitzzüngigen Hinweis, dass nicht ständig an der Preisschraube gedreht werden müsse.

top