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Besondere Tierfang-Aktion

Katzen-Kastration in Vetschau

Sind Katzen nicht kastriert, haben sie einen deutlich größeren Bewegungsradius. Das erhöht die Gefahr von Verletzungen oder Unfällen. Freilaufende, ungekennzeichnete Katzen sollen nun in Vetschau gefangen, tierärztlich untersucht, gekennzeichnet, kastriert und wieder der Freiheit überlassen werden. FOTO: dpa-tmn / Markus Scholz

Vetschau. Ordnungsamt startet mit Maßnahmen zur Eindämmung herrenloser, freilaufender Tiere.

Die Stadt Vetschau wird mit den beiden großen Vermietern Wohnbaugesellschaft Vetschau mbH & Co. KG (WGV) und der Vetschauer Wohnungsgenossenschaft e.G. (VWG) sowie einem Tierarzt aufgrund der hohen Population an herrenlosen Katzen im Stadtgebiet eine Fangaktion der Tiere starten. Das hat Nadine Wegner, Fachbereichsleiterin Ordnung und Soziales, am Rande des jüngsten Hauptausschusses mitgeteilt. „Bei der Aktion, die ab November 2018 beginnen soll, werden freilaufende ungekennzeichnete Katzen tierärztlich untersucht, gekennzeichnet, kastriert und anschließend wieder der Freiheit überlassen“, sagt Wegner. Zudem sollen die herrenlosen Katzen, wenn nötig, auch medikamentös gegen übertragbare Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche und andere behandelt werden. Begonnen werde mit den Maßnahmen im Wohnquartier 1 der Juri-Gagarin-Straße.

„Alle Katzenbesitzer werden aufgefordert, Freigängerkatzen im Stadtgebiet bis Ende Oktober 2018 eindeutig kennzeichnen zu lassen, um eine Verwechslung zwischen wild lebenden und Freigängerkatzen auszuschließen“, teilt das Ordnungsamt mit. Das könne bei einem Tierarzt durch Anbringung eines Chips erfolgen.

Auch wenn die fremde Katze, die ab und zu durch den eigenen Garten schleicht, noch so charmant ist: Gefüttert werden sollten die Tiere lieber nicht. Die meisten Katzenbesitzer sind nicht gerade glücklich darüber, wenn ihr Haustier ständig woanders frisst – und das aus vielen guten Gründen. „Durch das Füttern wird die Population der Katzen erhöht und somit das Leid der Katzen verstärkt“, geht aus einer Mitteilung der Verwaltung hervor. Durch immer mehr Katzen werden vermehrt Krankheiten unter den Tieren verbreitet, Singvögel gejagt und die Allgemeinheit belästigt. Außerdem werden die Tierheime durch abgegebene Fundtiere, halb verwilderte Jungtiere und oft auch ganze Würfe besetzt, sodass von zu Hause weggelaufene Katzen nicht mehr aufgenommen und an den Besitzer zurückgegeben werden können. Diese eigentlichen Hauskatzen müssen dadurch ihrem Schicksal in der Wildnis überlassen werden.

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