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Suchtprävention

Höllentrip im Vetschauer Gotteshaus

In der voll besetzten Wendisch-Deutschen Doppelkirche in Vetschau führten Marie Eberhardt und Marcel Irmey vom Weimarer Kultur-Express ein packendes Stück zur Drogensuchtprävention auf. Sie touren bundesweit von Schule zu Schule und diskutieren im Anschluss mit den Klassen über die Thematik. FOTO: Stadt Vetschau

Vetschau. Schauspiel-Duo vom Weimarer Kultur-Express zeigt im Theaterstück zur Suchtprävention in der wendischen Kirche vor rund 120 Schülern die verheerenden Folgen des Drogenkonsums.

Zitternde Hände. Krämpfe. Halluzinationen, die zu Psychosen und Depressionen führen. Florian ist mal wieder auf einem Drogentrip unterwegs. „Ich hab alles im Griff, könnte jederzeit aufhören“, beteuert er immer wieder. Solche Geschichten passieren jederzeit und überall. Sagt Anne. Sie ist jung und verliebt – in Florian. Der wird zu Hause vom Vater geschlagen, hat Leistungsdruck. Florian will so gern Glücksgefühle erleben, flüchten. In eine heile Welt. Die findet er auch – vermeintlich – im Drogenrausch. Was anfangs mit einem Joint und Gras beginnt, endet mit dem Teufelszeug Crystal Meth tragisch.

Anne und Florian heißen im richtigen Leben Marie Eberhardt und Marcel Irmey. Die beiden Jungschauspieler sind vom Weimarer Kultur-Express. Ein Tournee-Theater, das bundesweit vor allem in Schulen, aber auch an ungewöhnlichen Orten, spielt. Sie führen am Mittwoch ein emotionales, brisantes und aktuelles Theaterstück  in der Wendisch-Deutschen Doppelkirche in Vetschau auf. Im Publikum sitzen rund 120 Acht-, Neunt- und Zehntklässler vom Schulzentrum Dr. Albert Schweitzer.

Der Titel der Inszenierung  ist simpel, aber eindringlich gewählt: „Drogen – von Gras zu Crystal“. Anne und Florian haben Ängste und Sehnsüchte, Zweifel und Hoffnungen. Der Zuschauer begleitet die beiden jungen Menschen auf ihrer Suche nach Freiheit und Identität. Unterhaltsam und lebendig erzählt, zeigen die Schauspieler in aller Härte die verheerenden Folgen des Drogenkonsums, die sie in einem Schuppen durchleben. Gefahren von LSD, Speed, Kokain, Extasy oder Heroin werden ausgesprochen und mit Herzschlägen oder dem Ticken einer Uhr akustisch untermalt.

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