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Konzert nahe am Ort des Protestes

„Klangdemonstration“ in Lübbenauer Nikolaikirche

Uwe Kropinski gestaltete das Konzert am Freitagabend in der Lübbenauer Nikolaikirche. FOTO: Ingrid Hoberg

Lübbenau. „50 Jahre Prager Frühling“ – der Berliner Gitarrist Uwe Kropinski sorgt für meditative Momente im Swingladen-Konzert.

Am Morgen eine Gesprächsrunde mit Schülern des Paul-Fahlisch-Gymnasiums, am Nachmittag die Veranstaltung „Hoffnung – Protest –Depression“ im Rathaus: Volker Rennert ist, wie Hans-Joachim Schiemenz, am 24. August 2018 gefordert. Sie sind Zeugen der Ereignisse vor 50 Jahren, als die Niederschlagung des „Prager Frühlings“ auch in Lübbenau zu Protest und Widerspruch führte. Sie waren aktiv dabei, das beeindruckt die Gymnasiasten. Musik spielte auch bei den Jugendlichen damals eine große Rolle, war Teil ihres Lebensgefühls in der DDR.

Mit dem Swingladen-Konzert „Klangdemonstration“ hatte Volker Rennert nun die Idee, ein besonderes Zeichen zum Abschluss des Tages zu setzen, der für die Lübbenauer auch nach fünf Jahrzehnten prall mit Erinnerungen und wieder entdecktem Lebensgefühl ist. Eingeladen war Gitarrist Uwe Kropinski, der das Konzert ganz in der Nähe des Platzes gestaltete, der ein Ort des Protests in Lübbenau war.

Der Jazzmusiker, Komponist und Improvisator eröffnet Zuhörern mit seinem Spiel eine weite Klangwelt, entfaltet sie auf einem der Instrumente, die speziell für ihn gebaut wurden. Angelehnt an den Wortkünstler Ernst Jandl nennt er eines seiner Stücke „Vom Eff zum Eff und zurück“. Vor Jahren komponiert, klingt es doch immer wieder neu. Die Musik findet den Musiker.

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