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47. Lübbenauer Spreewald- und Schützenfest

Kähne, Kunst, Kanonendonner - und ganz viel Gurke

Die Gurke ist noch immer ein Renner: Zahlreiche Besucher drängen beim Anschnitt des Gurkenbrotes an die Bühne, um das "Botschafter-Gemüse" zu verkosten. FOTO: Uwe Hegewald

Lübbenau. Das 47. Lübbenauer Spreewald- und Schützenfest erweist sich am Wochenende als Besuchermagnet. Auch die Gurke hat dabei einen großen Auftritt.

Ja, sie haben wieder vor Müller-Jägers Lokal gestanden, an ihren Drehorgeln geleiert und bei ihrer Anreise aus Oer-Erkenschwick erneut zahlreiche Mitbewohner nach Lübbenau gelotst. Zum nunmehr 28. Mal sind Ellen und Peter Zibell als passionierte Drehorgelspieler beim größten Volksfest im Spreewald dabei. „Dieses Jahr ist sogar unser Vize-Bürgermeister Herbert Hamann mitgekommen“, so das Paar aus der Partnerstadt von Lübbenau. Vor wenigen Tagen musizierten die Zibells noch im Foyer der Hamburger Elbphilharmonie, am Wochenende nun in der Ehm-Welk-Straße. Sie gilt als das Nadelöhr, um zwischen den Bühnen auf dem Topfmarkt, dem Kirchplatz und im Schlosspark zu pendeln.

Für viele Besucher erweist sich die gesamte Altstadt als Bühne samt den Straßen, die in Lübbenau stellenweise aus Wasser sind. „Mit kostbarem Nass wurden wir in diesem Jahr nicht gerade verwöhnt. Ohne Bewässerung müssten wir Ernteverluste hinnehmen“, sagt Karl Krügermann, Juniorchef der gleichnamigen Gurkenverarbeitung.

Am Samstag wartet er mit Vertretern der Mitbewerberfirmen Rabe, Müller und Hentschel auf seinen großen Auftritt. Die Aufgabe der Gemüseveredler: Mit dem Reichen von frischen Gewürzgurken sollen sie zum Neutralisieren der Gurkenbrotverkostung anno 2018 beitragen. Diese gehört inzwischen ebenso zum Festprogramm am Samstag wie die Fahrgeschäfte, die Händlermeile oder der Festumzug des Lübbenauer Spielmannszuges und der Schützengilden. „Das Geschäft mit der Gurke ist schwieriger geworden“, räumt Bürgermeister Helmut Wenzel (parteilos) mit Blick auf in- und ausländische Konkurrenz ein. Dass das „Botschafter-Gemüse“ begehrt ist, erkennt das Stadtoberhaupt an den zahlreichen Gästen, die beim Reichen der Gurken und des Gurkenbrotes an den Bühnenrand drängen.

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