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Dirt Track Races

Oldtimer geben Gas auf Sand

Zahlreiche Besucher haben beim letzten Mal die Dirt Track Race im Motorsportzentrum Lübbenau/Hindenberg mitverfolgt und dabei spannende und hochkarätige Rennen in allen Klassen gesehen. FOTO: MSC Jugend L¸bbenau

Hindenberg. In Hindenberg rechnen die Veranstalter mit mindestens 1000 Besuchern auf der MSC-Anlage.

Oldtimer werden in aller Regel nur an Sonn- und Feiertagen aus den Garagen geholt. Stolze Besitzer zeigen ihre auf Hochglanz polierten Gefährte bei Ausfahrten im gemütlichen Tempo. Die Buicks, Chevrolets und Ford Roadsters hingegen, die am kommenden Wochenende in Hindenberg zu sehen sind, werden alles andere als pfleglich behandelt. Vielmehr mit Vollgas über die 800 Meter langenSandbahn gescheucht. Denn auf dem Gelände des MSC „Jugend“ Lübbenau finden wieder die Hindenberg Dirt Track Races statt.

Den Zuschauern soll „ein möglichst authentisches und spannendes Renngeschehen, ähnlich wie man es in der Mitte des letzten Jahrhunderts in den USA kannte, geboten werden, heißt es vom Veranstalter, der Hindenberg Dirt Track Races UG in Doberlug-Kirchhain. In den USA traten seinerzeit Fahrer in bis zu 40 Fahrzeugen und mehr auf Lehm-, Schotter- oder Sandbahnen gegeneinander an. Entsprechend sind am Freitag, 7. September, und am Samstag, 8. September, in Hindenberg nur Autos und Motorräder zugelassen, die Baujahr 1959 oder älter sind. Angemeldet haben sich rund 60 Fahrer, die in verschiedenen Klassen starten. Sie kommen aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Finnland und den Niederlanden, heißt es vom Veranstalter. Das war schon bei den fünf vorangegangenen Hindenberger Dirt Track Races so. Wohl auch deshalb fand dieses spektakuläre Motorsportereignis in den Medien international Beachtung. Selbst aus den USA kamen Reporter.

Für die Sicherheit der Fahrer und Gäste sorgen in Hindenberg MSC-Klub-Chef Henry Pfeiffer und weitere Vereinsmitglieder. Zum Beispiel besteht für die Fahrer Helmpflicht, Autos müssen mit Überrollbügeln und nahezu unzerstörbaren Tanks ausgestattet sein. Zudem muss der Hausherr, der die Anlage für die Veranstaltung verpachtet hat, die Strecke instand halten und für einen geregelten Ablauf sorgen. Keine leichte Aufgabe angesichts von mindestens 1000 Besuchern, mit denen Pfeiffer bei dem spektakulären Rennen rechnet. Wobei Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie am Samstag bis Mittag zunächst Strecke, Autos und Motorräder getestet werden. Von 13 Uhr bis 18 Uhr stehen dann am Samstag Wertungsläufe und Finale an. Die Siegerehrung findet auf der Bahn statt. Wobei die Veranstalter aus Doberlug-Kirchhain ankündigen, dass es „keinen Blumentopf zu gewinnen“ gibt, dafür Ruhm und Ehre. Für die Ersten reiche es zudem für ein „kleines Pokälchen“. Stilecht, heißt es weiter, werde Freitag und Samstag auch das Drumherum sein, die Live-Musik an beiden Abenden in die Zeit passen, die heraufbeschworen wird, und Rockabilly zu hören sein. USA- typisch auch das Speisenangebot mit Spare Rips, Hamburger, Sandwiches.

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