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Raddusch

Slawenburg wird aufgewertet

Die Nachbildung der Wallanlage steht Besuchern seit 15 Jahren offen. FOTO: Holger Neumann

Vetschau. 12000 Jahre Geschichte wird Lanzenspitzen, Schalen, Wetzsteine, Götterfiguren und viele weitere Fundstücke, – auf eine Zeitreise durch 12 000 Jahre Geschichte können sich Besucher der Dauerausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ in der Radduscher Slawenburg derzeit begeben. Noch. Denn nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Lagemann wird die Sammlung durch weitere Funde im Tagebaugebiet derart erweitert, dass künftig sogar 135 000 Jahre Geschichte abgebildet werden können. Im kommenden Jahr sollen die ersten Exponate aus dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) in Raddusch eintreffen. 

(dpr/abr) Zu den Lanzenspitzen, Schalen, Wetzsteinen, Götterfiguren und weiteren Fundstücken der Dauerausstellung „Archäologie in der Niederlausitz“ in der Radduscher Slawenburg kommen weitere hinzu. Nach Angaben von Geschäftsführer Ulrich Lagemann wird die Sammlung durch weitere Funde im Tagebaugebiet derart erweitert, dass künftig sogar 135 000 Jahre Geschichte abgebildet werden können. Im kommenden Jahr sollen die ersten Exponate aus dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM) in Raddusch eintreffen. 

Dazu allerdings müsse die Dauerausstellung umgestaltet und unter anderem klimatisierte Vitrinen angeschafft werden. Geld dafür, so der Geschäftsführer, gibt es aus dem Leader-Fördermitteltopf. Knapp eine Million Euro stehen zur Verfügung, müssen aber reichen, um noch weitere Aufwertungen zu finanzieren. Noch in diesem Jahr, so Lagemann weiter, werden im Innenhof der Burg zwei Speichergebäude originalgetreu errichtet, von denen eins begehbar sein wird. Außerdem wird eine Burgbaustelle nachgebaut. Sie veranschaulicht, wie die Slawen einst die Wallanlage errichtet haben.

Auch im Außenbereich wollen die Burgbetreiber mehr anbieten. Ein Schautafelpfad erschließt Besuchern den Lebensraum Trockenwiese. Auf 36 Tafeln werden heimische Pflanzen vorgestellt – vom Wiesensalbei über den Hasenklee bis hin zum Bergsandglöckchen. Jeweils in Sichtweite wachsen und blühen all diese Pflanzen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Allianzversicherung, Nabu-Regionalverband Calau und der Slawenburg.

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