ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Tourismus in der Region

Slawenburg soll ans Radwegenetz angeschlossen werden

Die Slawenburg in Raddusch soll künftig auch über einen separaten Rad- und Wanderweg erreichbar sein. FOTO: Slawenburg / Holger Neumann

Abgeordnete geben der Stadt Planungsauftrag, sehen für Vetschau aber noch mehr Bedarf.

Um die 50 000 Besucher hatte die Slawenburg im Vetschauer Ortsteil Raddusch in den vergangenen Jahren. Spätestens wenn im Frühjahr 2020 die neue Dauerausstellung eröffnet wird, rechnet man beim Slawenburg Raddusch e.V. mit noch höheren Besucherzahlen – und damit auch mit mehr Pkw-Verkehr auf der schmalen, etwa eineinhalb Kilometer langen Straße zwischen L 49-Kreuzung und der Touristen-Attraktion. Weniger angenehm, auf jeden Fall auch weniger sicher werde es damit für Radfahrer und Wanderer, die gleichfalls die Straße nutzen müssen. Denn einen gesonderten Fuß- und Radwanderweg gibt es nicht zu der Touristen-Attraktion. Bisher jedenfalls.

Die Stadt Vetschau ist nun zumindest mal mit der Planung eines solchen Wegs beauftragt worden. Dem entsprechenden Antrag der Wählergruppe Ortsteile (WGO) stimmten die meisten Abgeordneten vergangene Woche in der Stadtverordnetenversammlung zu. Laut dem Antrag empfehle sich eine sandgeschlemmte Schotterdecke, um den Weg für Wanderer und Radfahrer gleichermaßen attraktiv zu machen. WGO-Fraktions-Chef Ulrich Lagemann, zugleich Geschäftsführer des Slawenburg-Vereins, betonte in der Diskussion vor der Abstimmung nochmals die Dringlichkeit des Vorhabens. Die Burg zu Fuß zu erreichen, müsse attraktiver werden. Die Gelegenheit, das Projekt anzugehen, sei günstig. Denn im gemeinsamen Regionalen Entwicklungskonzept (REK) der Städte Calau, Luckau, Lübbenau und Vetschau hat das Radwegenetz hohen Stellenwert. Landesmittel nach Paragraf 4 des Verwaltungsabkommens über die Braunkohlesanierung stünden in Aussicht.

Die Diskussion der Stadtverordneten machte aber auch klar, dass andere Radwegeverbindungen für Vetschau vielleicht noch notwendiger wären. Ein Radwanderweg zur Slawenburg habe nicht „erste Priorität“, hieß es von der SPD-Fraktion. Zwischen Raddusch und Stradow seien Radfahrer viel gefährdeter und werden von Autos mit Tempo 100 überholt. Die ganze Strecke Raddusch-Stradow-Suschow-Vetschau müsste für Radfahrer erschlossen werden. Auch nach Burg führe kein Radweg. Man könne Radfahrern in Vetschau gar keine Routen anbieten.

top