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Altdöbern

Und dann stoßen auch noch zwei Züge zusammen

Das Haus in der Altdöberner Bahnhofstraße 21, ist für seine 22 auffälligen Frauenköpfe bekannt. Vor 100 Jahren (Januar) zogen dort das örtliche Gemeindebüro und das Standesamt ein. Foto: Hegewald Uwe FOTO: Uwe Hegewald

Altdöbern. Vor 100 Jahren überschlagen sich die Ereignisse im beschaulichen Altdöbern – in der Heimatstube ist Sonntag zu erfahren, was damals geschah.

Den Vortrag von Wolfgang Stahn am kommenden Sonntag, 13. Januar, um 14 Uhr in den Altdöberner Heimatstuben dürften sich viele Eisenbahner dick im Kalender angestrichen haben. Erstmals steht die Altdöberner Eisenbahngeschichte im Fokus, für die der langjährige DB-Teamkoordinator (Betrieb) einen kurzweiligen Vortrag ausgearbeitet hat. „Ich werde auch kurz auf das Eisenbahnunglück eingehen, das sich am 13. November zum 100. Mal jährt“, kündigt Wolfgang Stahn an.

Nachts um drei Uhr schmettert ein aus Großräschen kommender Güterzug im Bahnhof Altdöbern auf einen stehenden Güterzug und verursacht beträchtlichen Schaden. Es ist der traurige Schlusspunkt eines intensiven Jahres für den Ort, in dem 1919 laut Volkszählung 1981 Einwohner leben.

Auffällig für das Nachkriegsjahr ist die Häufigkeit politischer Ereignisse. Viermal werden Altdöberner an die Wahlurnen gebeten: Wahl zur deutschen Nationalversammlung (19. Januar), Wahl zur preußischen Nationalversammlung (26. Januar), Neuwahl der Gemeindevertretung Altdöbern (2. März) sowie die Wahl des Kreistages Calau (4. Mai). Auf mehreren öffentlichen Versammlungen versuchen Politiker unentschlossene Einwohner auf ihre Seite zu ziehen.

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