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Innerstädtischer Brennpunkt

Unfrieden auf Vetschauer Friedhof

Der Eingang zum Vetschauer Friedhof. Immer häufiger wird er als Durchgang zum Bahnhof genutzt. FOTO: LR / Kuschy

Vetschau. Bisherige Maßnahmen der Stadt zur Verringerung des Durchgangsverkehrs bleiben erfolglos.

Der von Ilse Hartmann aus Vetschau seit zwei Jahren beobachtete Durchgangsverkehr auf dem innerstädtischen Friedhof ebbt nicht ab. „Im Gegenteil“, schimpft die Anwohnerin, „es ist schlimmer geworden.“ Sie beobachtet zunehmend einen Pendelverkehr von Bürgern – vor allem mit Hunden – von einem Stadtviertel zum Bahnhof und zurück. Seit die aktuelle Fußballsaison begonnen hat, schlendern auch häufig Fans lautstark über den Ort der Besinnung und hinterlassen Müll. Für Ilse Hartmann und andere Anwohner unzumutbar. „Was hier abgeht, ist schlimmer als auf dem Markt“, so die Rentnerin.

Bereits im April hat sie gegenüber der RUNDSCHAU auf das Problem aufmerksam gemacht. Diese konfrontierte die Stadt mit dem Sachverhalt. „Es wurden seitdem auch Aushänge an die Türen gehängt, jedoch zum Teil wieder abgerissen“, sagt Hartmann. Sie versteht bis heute nicht, warum Vetschau einen Friedhof mit fünf Zugängen braucht, die Tag und Nacht geöffnet sind.

Das Thema wurde im Sozialausschuss am Montagabend erneut aufgegriffen. Eigentlich ging es im Rahmen der Friedhofsentwicklungsplanung um die Festlegung neuer Belegungszonen. Konkret stimmten alle Abgeordneten der Beschlussvorlage für einen Kernbereich zu, der dauerhaft zu erhalten ist. Außerdem einem Randbereich ohne Belegung; einem Außenbereich, der rückgebaut werden kann und einem Parkbereich. Auch ein Kirchenland mit angedachter Rückgabe gepachteter Grundstücke und einer Weiterführung der Belegung für Einwohner von Naundorf und Fleißdorf ist in der Vorlage verankert.

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