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Meine Heimat Oberspreewald-Lausitz

Ein König unter den Posaunisten

In einem musikalischen Elternhaus aufgewachsen, ist Guido König seit dem Jahr 2003 als Berufsmusiker unterwegs. Seine musikalische Familie bildet heute der Musikverein Vetschau, mit einem Platz im Register Posaune. Zu den Höhepunkten des Klangkörpers zählen die jährlichen Neujahrskonzerte in Vetschau, Burg und Calau.FOTO: Uwe Hegewald

Vetschau. „Heimat ist, wo wir unseren Lebensfaden festgemacht haben“, sagt ein Sprichwort. Die RUNDSCHAU besucht Menschen, um zu erfahren, wann, warum und wo sie ihren Lebensfaden im Kreis festgemacht haben. Heute: Guido König (Vetschau).

Auch wenn das weitverbreitete Gefühl einer auseinanderklaffenden Gesellschaft den Alltagsrhythmus mitbestimmt, gibt es sie noch – die Verbundenheit von Seelenverwandten, das Miteinander, den unbedingten Willen, etwas gemeinsam zu erreichen. Zu erleben beim Musikverein Vetschau, der sich seit seiner Gründung 1956 zu einem der bekanntesten Orchester der Spreewaldregion entwickelt hat.

Guido König begleitet die Entwicklung seit seiner Kindheit und hat sein Hobby inzwischen zum Beruf gemacht. „Der Probenraum des Orchesters befand sich in unserem Schulgebäude. Als in der dritten Klasse um Nachwuchsmusiker geworben wurde, habe ich zugesagt“, erinnert sich der heute 51-Jährige. Viele Kinder hätten angefangen, viele wieder aufgehört, aber immer wieder sind auch einige dabeigeblieben. Dass seine Mutter Eva-Maria gelegentlich Mandoline spielte und der Vater Ulrich auf Akkordeon, Klavier und der Gitarre zu beeindrucken wusste, ist allenfalls als Zusatzmotivation einzuordnen. „Mein damaliger Kumpel wollte Posaune lernen, da habe ich mich angeschlossen“, erklärt Guido König, warum seine Wahl ausgerechnet auf dieses Blechblasinstrument gefallen ist.

Auf die Jahre im Jugendblasorchester blickt der „ewige“ Vetschauer gerne zurück. „Wir haben zahlreiche Ausflüge unternommen, waren in Ferienlagern am See und sind sogar zum Partnerorchester bis in die damalige CSSR gereist. Nicht musizierende Mitschüler haben davon nur geträumt. Erst recht, wenn wir während der Schulzeit auf Tour gegangen sind.“ Als 13-Jähriger griff er nach Vaters Gitarre, unterrichtete sich selbst am Zupfinstrument und war wenig später auf Klassenfahrten als Alleinunterhalter der „King (König) am Lagerfeuer“.

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