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Aufgrund von Trockenheit und hohen Temperaturen

Wasserverbrauch auf Rekord-Niveau

Wasser marsch! Anhaltende Trockenheit und hohe Temperaturen haben auch in der Region den Wasserverbrauch in die Höhe schnellen lassen. Gerade für die Gartenbewässerung wurde viel Nass benötigt. FOTO: dpa / Peter Steffen

Calau. Im Verbandsgebiet des WAC floss so viel Trinkwasser wie seit Jahren nicht mehr.

Aus rein kaufmännischer Sicht ist die Bilanz des Wasser- und Abwasserzweckverbandes (WAC) für die Sommermonate erfreulich: Von Mai bis Juli wurden zwischen Altdöbern und Lübbenau zehn bis 20 Prozent mehr Trinkwasser verkauft als im Durchschnitt der Vorjahre. Besonders rage hier der Mai heraus, so Verbandsvorsteher Steffen Müller. Seit 15 Jahren war der Verbrauch in diesem Monat nicht mehr so hoch gewesen. Im Juli flossen zuletzt vor acht Jahren, im Juni vor sieben Jahren vergleichbar hohe Mengen durch die Leitungen. Mit dem August dürfte es sich ähnlich verhalten. Für das ganze Jahr 2018 rechnet Müller mit rund
100 000 Kubikmeter mehr Verbrauch als im Durchschnitt. Vor allem in Gärten und Duschen wurde wohl der Hahn häufiger aufgedreht. Man müsse weit zurückschauen, bis ins Jahr 2003, um ein Jahr mit ähnlich hohem Trinkwasserverbrauch zu entdecken.

Im WAC-Gebiet zahlt der Verbraucher einen vergleichsweise sehr moderaten Mengenpreis von 80 Cent für den Kubikmeter Trinkwasser. Die Mehreinnahmen, erklärt Michael Thomas, Fachbereichsleiter der kaufmännischen Verwaltung und Steffen Müllers Stellvertreter, investiere der Verband sogleich im Sinne des Bürgers, beispielsweise in neue Leitungen. „Wir sind kein gewinnorientiertes Unternehmen.“ Sollte der Verbrauch auch in den kommenden Jahren aufgrund der Wetterlage so hoch sein, könnte auch der Preis aufgrund beständig höherer Einnahmen neu kalkuliert und gesenkt werden.

Den WAC, versichert Verbandsvorsteher Steffen Müller, hat der Spitzenbedarf zu keiner Zeit in Verlegenheit gebracht. „Wir haben ohne Probleme geliefert. Die Situation war jederzeit beherrschbar.“ Der Grundwasserspiegel habe sich in den vier Monaten im normalen Rahmen bewegt, das Leitungssystem trotz höherer hydraulischer Belastung gut funktioniert. Es gab keine hitzebedingten Rohrbrüche, keine Beschwerden. Selbst wenn es im September weiterhin über Wochen heiß und trocken werden sollte, wäre das kein Grund zur Sorge.

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