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Lokale Wirtschaft

Aldi-Schließung „Verlust“ für Vetschau

Aldi an der Cottbuser Straße in Vetschau ist einer von drei Discountern in der Neustadt. Er soll jetzt schließen. FOTO: Kuschy

Vetschau. Bürgermeister bedauert Rückzug des Lebensmittelriesen. Beide Seiten bleiben jedoch im Gespräch.

Aldi-Kunden wurde es per Aushang im Eingangsbereich mitgeteilt, Bürgermeister Bengt Kanzler (parteilos) vorigen Freitag in einer Mail: Der Discounter schließt seine Filiale in der Cottbuser Straße am Samstag, 25. August.

Über die Gründe dafür wurde Kanzler bisher nicht informiert. Entsprechende Nachfragen der Lausitzer Rundschau lässt Aldi unbeantwortet. Immerhin, so Bengt Kanzler, haben sich Vertreter der zuständigen Aldi-Regionalgesellschaft in Mittenwalde für die kommende Woche bei ihm zum Gespräch angemeldet. Das könnte auf ein immer noch vorhandenes Interesse am Standort Vetschau schließen lassen. Mit der Stadt Vetschau reden will Aldi aber wohl auch wegen des Grundstücks und der Immobilie. Beides gehört Aldi, und es stellt sich die Frage, was nun daraus werden soll

Seit Januar 1997 gibt es den Lebensmittelmarkt in der Cottbuser Straße. Zweimal während seiner Amtszeit, 2012 und 2014, gab es Gespräche mit der Stadt, weil sich Aldi innerhalb seines Grundstücks vergrößern und auch die Parkplatzsituation ändern wollte. Die Frage nach einem Alternativstandort in der Stadt sei nicht erörtert worden. Wobei sich die Stadt hier kooperativ gezeigt hätte, so der Bürgermeister. „Wir haben ein Interesse daran, Aldi in Vetschau zu halten.“ Zwar entstehe kein Versorgungsengpass, wenn Aldi die Stadt verlässt. Es gebe in Vetschau noch zwei Netto-, einen Penny- und einen Rewe-Markt. „Ein Verlust“ sei der Aldi-Rückzug aber auf jeden Fall. Das Angebot sei dann nicht mehr so breit, weniger attraktiv.

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