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LR vor Ort

Calau öffnet Rückkehrern viele Türen

Rückkehrerin Jamy-Lee Lehmler ( 2.v.r.) besuchte mit Mutter Daniela die LR-vor-Ort-Runde auf dem Lachplatz in Calau. Sehr zur Freude von Marion Goyn (r.) und Werner Suchner (l.). FOTO: LR / Daniel Preikschat

Calau. LR vor Ort-Termin zeigt: Vermieter, Verwaltung, Schule und Wirtschaft praktizieren den Schulterschluss.

Die bloße Anwesenheit von Jamy-Lee Lehmler am Donnerstag bei der LR-vor-Ort-Diskussion auf dem Lachplatz in Calau zeigt, dass man in der Witzestadt viel richtig macht. Die 18-Jährige aus Halbe zog kürzlich von Bremen nach Calau, begann hier in einer Zahnarztpraxis ihre Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten.

Schon Ende 2017 zog Monika Lux aus Vetschau mit ihrem Modegeschäft nach Calau. Sie habe sich immer wohl gefühlt in der Stadt am Rande des Spreewalds. Doch Marion Goyn, Geschäftsführerin der Wohn- und Baugesellschaft (WBC) in Calau, habe nicht locker gelassen. Sie solle sich Calau wenigstens mal ansehen. Als Monika Lux das dann auch machte, als sie merkte, wie lebendig die Stadt ist und als sie das Ladengeschäft sah, das ihr angeboten wurde, entschloss sie sich zum Umzug.

37 Prozent der WBC-Neukunden, so Marion Goyn stolz, kommen aus anderen Postleitzahlenbereichen. Es gebe viele Städte mit vergleichbarer Größe, die günstig guten Wohnraum anbieten. Man müsse daher mehr tun, um Neubürger zu gewinnen oder Menschen zur Rückkehr zu bewegen. Jeder – in der Stadtverwaltung, bei den Wohnungsvermietern, in den Schulen oder auch in den Betrieben und Vereinen – mache in Calau mehr, als er eigentlich tun müsste. Die WBC beispielsweise betreibt Stadtmarketing, bietet einen Infopunkt an, initiiert Kunstprojekte und veranstaltet Rückkehrertage. Letztere gemeinsam mit dem Jobcenter und der Bundesagentur für Arbeit.

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