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Lübbenau/Luckau

Die Butter ist dick im Geschäft

Milchkühe stehen auf der Weide im Spreewald. Den Michbauern machen die gestiegenen Butterpreise Hoffnung. FOTO: Daniel Friedrich / Friedrich Daniel

Lübbenau/Luckau. Bei den Landwirten kommt nur ein Teil des hohen Butterpreises an. Dennoch macht er den Milchbauern Hoffnung.

Verbraucher müssen beim Butterkauf derzeit deutlich tiefer in die Tasche greifen als gewohnt: Der Preis für das Streichfett ist laut Statistischem Bundesamt um rund 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Doch was haben die hiesigen Landwirte davon?

Das große Kapital von Burkhard Magoltz sind seine 260 Milchkühe. Rund zwei Millionen Kilogramm Milch produzieren sie im Jahr für die Agrargemeinschaft Groß Beuchow, deren Geschäftsführer er ist. Die aktuelle Höhe der Milchpreise gibt ihm nach einer langen Talsohle wieder etwas Grund zur Hoffnung: „Momentan bekommen wir 37 Cent pro Kilogramm Milch von der Molkerei Leppersdorf, die unter anderem für Müllermilch produziert. Das sind etwa 11 Cent mehr als zur Milchpreis-Krise vor anderthalb Jahren“, konstatiert Magoltz. Dennoch reiche der Erlös gerade so zum Leben oder um beispielsweise Kredite abzuzahlen. „Ein Großteil des Gewinns bleibt leider nicht bei uns Landwirten hängen, sondern geht an die Molkereien und den Handel. Außerdem sehe ich die eingelagerten Milchpulverberge als ein großes Problem. Die drücken die Preise nämlich zusätzlich“, kritisiert der Milchbauer. Wie viele seiner Kollegen fordert er, Milchübermengen in Krisenzeiten einzudämmen statt übermäßig einzulagern. Er geht davon aus, dass spätestens im Frühjahr, wenn die Kühe wieder frisches Gras bekämen und mehr Milch gäben, die Preise erneut sinken würden.

Doch wie kommt der derzeit hohe Preis zustande? Joachim Klindworth, Geschäftsführer des Milchgutes Görlsdorf, führt den Anstieg auf die international höhere Nachfrage nach Milchfett und damit dessen Verknappung zurück. „Mit meinen rund 1300 Milchkühen verdiene ich nun ungefähr so viel, wie vor der Milchkrise“, sagt er.

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