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Spreewaldmode

Designerin spürt Trends nach

Tradition trifft Moderne: Das Spreewald-Beanie ist eine Mütze, die an die Hauben der Spreewaldtrachten angelehnt ist. Sie wird vor allem von jüngeren Kunden gern gekauft.FOTO: Jenny Theiler / LR

Lübbenau. Sarah Gwiszcz aus Lübbenau stellt bei ihren Kunden eine Rückbesinnung auf bürgerliche Werte bis hin zum Stil des Biedermeier fest.

Heimatverbundenheit und Regionalbewusstsein sind in der heutigen Zeit deutlich moderner, als man vielleicht auf den ersten Blick annehmen könnte. Vor allem beim Einkaufen ist das Produkt aus der Region gefragter denn je. Auch in der Mode ist ein heimatliches Gütesiegel oft ein Grund sich auszuprobieren, weiß Sarah Gwiszcz aus Lübbenau. Unter dem Lable „Wurlawy“ entwirft die Designerin Mode, die von der Spreewaldtracht inspiriert wurde, und kennt die Trendentwicklung im regionalen Modebereich.

Vom Laufsteg in die Geschäfte kann ein recht langer Zeitraum sein – vor allem in Kleinstädten. Auch wenn sich die meisten Trends durch sogenannte „Influencer“ rasend schnell im Internet verbreiten, könne die Trendforschung trotzdem keine exakten Vorhersagen darüber treffen, wie die Trends vor allem in der Mode angenommen werden. „Erfahrungsgemäß kommen die meisten Modetrends immer erst zwei Jahre später im Mainstream an“, erklärt Sarah Gwiszcz. Trends, die sich beispielsweise in den sozialen Netzwerken oder Modeplattformen im Internet etablieren, werden zwar wahrgenommen, aber nicht sofort nachgemacht. „Die meisten Menschen beobachten erst einmal, wie sich der Trend entwickelt, und das ist auch ein ganz normaler Prozess“, erklärt die 29-Jährige.

Farben sind immer ein wesentlicher Faktor in den aktuellen und künftigen Kollektionen. Immer am Anfang des Jahres würden Trendrechercheure eine bestimmte Farbe zur diesjährigen Trend- oder auch Pantonefarbe erklären. „In diesem Jahr ist es Ultraviolett“, weiß Sarah Gwiszcz. Mit einer Verbreitung des Farbtons in den Sommerkollektionen rechnet die Designerin aber in diesem Jahr noch nicht. 2016 wurde Rosé-Quartz als Trendfarbe vorhergesagt. Dieser Trend sei erst im vergangenen Jahr in den Geschäften richtig angekommen, als viele Kleidungsstücke in Rosa und Rot verkauft wurden.

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