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Lokale Wirtschaft

55 Millionen Euro für Kaufland-Neubau

Das zweitgrößte Verteilzentrum von Kaufland Logistik deutschlandweit in Lübbenau aus der Vogelperspektive. Am linken Bildrand ist das ehemalige Kraftwerk-Verwaltungsgebäude, das noch genutzt wird, zu sehen. Rechts daneben die Baufläche für die neue Obst- und Gemüsehalle. FOTO: Kaufland Logistik

Lübbenau. Obst- und Gemüsehalle, Büroflächen, Sickerbecken , Parkplatz — Logistik-Standort Lübbenau wächst.

Martin Zock führt die Geschäfte von Kaufland Logistik in Lübbenau. Derzeit jedoch ist er auch als Bauherr gefordert. Warum, erschließt sich nicht auf den ersten Blick, wenn man an dem schon jetzt viel Fläche im Industrie- und Gewerbegebiet von Lübbenau in Anspruch nehmenden Verteilzentrum mit dem Auto vorüberfährt. Denn abgerissen, gebaggert, gehämmert, verdichtet und gebaut wird hinter den großen Betriebshallen des Unternehmens. Auf einer fast 16 000 Quadratmeter großen Fläche. Kohlebunker und Kesselhaus, Gebäudehinterlassenschaften des ehemaligen Kraftwerkstandorts, sind dort bereits verschwunden.

Das sieht man besser vom Absatz der Außentreppe einer der benachbarten Kaufland-Hallen. Von hier aus ist auch gut erkennbar, dass Betonfundamente und Erdreich bereits großflächig mehrere Meter tief ausgebaggert wurden. Der abtransportierte Aushub hat auf dem Nachbargrundstück – ebenfalls im Eigentum von Kaufland – eine Hügellandschaft entstehen lassen. Diese Aufschüttungen wiederum werden verarbeitet zu 50 000 Kubikmeter Beton-Erde-Gemisch, das auf der Baufläche verfüllt und verdichtet wird, erklärt Martin Zock. Auf die im Anschluss aufgegossene Bodenplatte wird eine 17 Meter hohe Obst- und Gemüsehalle errichtet.

In dieses Gebäude lässt Kaufland Logistik eine hochmoderne automatische Kommissionierungsanlage einbauen. Dafür werde ebenso viel Zeit beansprucht wie für den Hochbau, zehn Monate, so der Geschäftsführer. Inbetriebnahme soll im Sommer nächsten Jahres sein. Dank der neuen Technik verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten ganz wesentlich, sagt Martin Zock. Schwere Lasten müssen nicht mehr gehoben, allenfalls noch geschoben werden. Auch Annahme, Lagerung und Verteilung von Obst und Gemüse werden am Standort durch die Halle effizienter.

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