ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Regionale Wirtschaft

Walter Schmidt setzt auf AdBlue

Geschäftsführer Walter Schmidt (r.) und Betriebsleiter Julian Pflug vor einer der neuen 2400 Quadratmeter großen Hallen für die im Oktober beginnende AdBlue-Produktion auf dem Areal der Walter Schmidt Chemie GmbH in Vetschau.FOTO: Rüdiger Hofmann

Vetschau. Vetschauer Unternehmen investiert mehrere Millionen in neue Produktionsanlage.

Die Walter Schmidt Chemie GmbH setzt künftig auch auf die AdBlue-Technologie. Aktuell entstehen am Standort in Vetschau zwei neue AdBlue-Produktionsanlagen, wie Geschäftsführer Walter Schmidt gegenüber der RUNDSCHAU bestätigt. AdBlue ist eine eingetragene Marke des Verbands der Automobilindustrie und wird in Lizenz vor allem von Fahrzeugherstellern, Zulieferern und Unternehmen der chemischen Industrie sowie der Mineralölwirtschaft zur Verfügung gestellt. Die der Marke zugrunde liegende ISO-Norm beschreibt notwendige Test- und Qualitätssicherungsverfahren sowie Lager- und Logistikanforderungen an die Flüssigkeit. „Produktionsbeginn der ersten Anlage soll am 1. Oktober sein, die zweite Anlage wird dann im November hier am Standort hinzu geschaltet“, sagt Schmidt.

Für die neuen Produktionseinheiten werden aktuell zwei große Hallen errichtet – jeweils 2400 Quadratmeter groß, parallel zur laufenden Produktion. Neue Tanks stehen teilweise schon bereit, wie beim Rundgang deutlich wird. „Ziel ist eine vollautomatisch laufende Produktion von einer Million Litern am Tag“, sagt Betriebsleiter Julian Pflug. Angrenzend wird noch ein Labor zur Überwachung des gesamten Herstellungsprozesses errichtet. „Wir wollen uns künftig mit unseren Produkten vor allem im Bereich Autopflege, Frostschutz- und Reinigungsmittel ganzjährig und autark aufstellen“, erläutert Walter Schmidt die Notwendigkeit der neuen Anlage. Soll heißen: Voll-
auslastung und auch Winterproduktion, meist nur auftragsbezogen.

Investiert werden rund 15 Millionen Euro. Die Mitarbeiterkapazitäten sollen von derzeit etwa 60 auf rund 110 ansteigen. Gesucht werden noch Schichtleiter, Mischer sowie Mitarbeiter für Lager, Verwaltung und den Einkauf. Auch an Fahrern könne es nie genug geben, sagt Walter Schmidt. Ganze 16 Personalagenturen habe er beauftragt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Wir glauben daran, dass in den kommenden Jahren ein immer größerer Bedarf an AdBlue vorherrschen wird“, so der Geschäftsführer.

top