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Christa Frey, die inzwischen an einem Drittel der Firmenhistorie mitgeschrieben hat, macht das zum Beispiel an der „dankbaren Kundentreue“ fest. Respekt bringt sie den Leuten entgegen, die Schmuckstücke zur Echtheitsprüfung vorbeibringen, auch wenn die eine schmerzhafte Expertise beinhalten könnte. Dabei geht es um Käufe, die in Drittländern oder an Autobahnraststellen abgewickelt wurden und sich die Ware als minderwertig erweist. „Wir konnten auch schon eine Kundin beraten, die Schmuck im Internet erworben hatte, der bereits nach einem Tag grün angelaufen ist. Zum Glück konnte dieser Kauf rückgängig gemacht werden“, mahnt Christa Frey Achtsamkeit an.

 Mit ihren Töchtern Uta Frey-Ciesielski (Uhrmachermeisterin) und der noch temporär mitwirkenden Gabriele Frey (Uhrmacherin) ist die nunmehr fünfte Uhrmachergeneration angetreten, die einst Josef Frey gründete. 1868 kam er aus dem Raum Villingen-Schwenningen in die Niederlausitz, weil er im Schwarzwald keine Zukunft mehr sah. Mit ihren Töchtern und Mitarbeiterin Petra Thole bildet Christa Frey ein unternehmerisches Quartett, das völlig ohne männliche Unterstützung auskommt. Mit einer Ausnahme: Als Elektromeister besitzt Schwiegersohn Frank Ciesielski das nötige Fachwissen, um der aus dem Rhythmus gekommenen Fassadenuhr neues Leben einzuhauchen. Womöglich dreht die „98-Jährige“ aufgrund des Jubiläums sprichwörtlich etwas durch, um im Anschluss wieder im Takt zu schlagen, die Uhrzeit anzuzeigen und darauf hinzuweisen, dass im Inneren des Hauses Altdöberner Geschichte geschrieben wird.

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