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Flächenmanagement und Spreewald-Tourismus

Zwischen Krater und Kranich

Die Stimmung eines Sonnenaufgangs an einer Allee alter Eichen bei Muckwar hat Alexander Bronk mit seiner Kamera eingefangen und damit gezeigt, wie idyllisch es im Naturpark Niederlausitzer Landrücken ist.FOTO: Alexander Bronk

Naturpark Niederlausitzer Landrücken stellt Aufgaben und Projekte für 2019 vor.

Zwischen Luckau und Calau liegt eine der spannendsten Landschaften Mitteleuropas. Wo noch bis 1991 großflächig Braunkohle abgebaut wurde, entwickelt sich eine naturnahe Landschaft mit Seen, Dünen und Steppe. Eine Fläche zwischen Krater und Kranich. Die Sanierungen der Mittelteichgruppe Calauer Schweiz und die dortige Moor-Renaturierung sind die beiden Großprojekte des Naturparks Niederlausitzer Landrücken für 2019 und die beiden Folgejahre. Leiter Udo List hat sie und die Herausforderungen des Naturparks in dieser Woche im Calauer Wirtschaftsausschuss präsentiert.

„Im Fall des ersten Projektes sind 17 Hektar Teichfläche betroffen, die durch die ökologische Teichwirtschaft Fürstlich-Drehna bewirtschaftet werden“, sagt List. Eine Fördersumme von fast 280 000 Euro ist beantragt. Im Fall der Moor-Renaturierung „Hölle“ der Calauer Schweiz geht es um eine unbewirtschaftete Waldfläche von 6,5 Hektar. Die Fördersumme beträgt hier 148 000 Euro. Träger bei beiden Projekten sind das Landesumweltamt und der Naturpark.

Spricht Udo List über den Naturpark, so ist die Rede von einem gigantischen Gebiet, das vier Landkreise mit einschließt: den Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 33 Prozent seiner Fläche, Dahme-Spreewald mit 48 Prozent, Elbe-Elster mit zwölf und Teltow-Fläming mit sieben Prozent. Eine Rechtsverordnung gibt es für den Naturpark nicht, stattdessen eine Ausweisung von Schutzgebieten (Naturschutz, Landschaftsschutz, Flora-Fauna-Habitat (FFH)). Allein für 25 dieser FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von 8000 Hektar hat der Naturpark den Auftrag, eine sogenannte Managementplanung zu erstellen. Das sind Fachpläne der Naturschutzverwaltung, die der Erfassung des Erhaltungszustands der Lebensraumtypen und Arten dienen. Dabei werden Anstrengungen unternommen, die biologische Vielfalt zu bewahren.

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