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Bauboom in Frauendorf

Kleines Dorf mit großer Nachfrage

Richtfest an den Mehrfamilienhäusern in Frauendorf. Bauherrin Carolin Reißig schlägt den obligatorischen letzten Nagel ein. Anschließend gab es eine Gebäudeführung.FOTO: Mirko Sattler

Frauendorf. Frauendorf ist beliebt bei Häuslebauern. Jetzt wurde das nächste Richtfest gefeiert.

Barrierefreies Wohnen mitten im Grünen? Im kleinen Frauendorf bei Ortrand ist das bald möglich. Carolin und Torsten Reißig bauen seit knapp einem Jahr an vier Mehrfamilienhäusern an der Ortsdurchfahrt. Am Donnerstag ist Richtfest gefeiert worden. Vermutlich Anfang kommenden Jahres werden die ersten Mieter einziehen. Im Juli 2019 soll alles fertig sein, sagt Carolin Reißig. Die 41-Jährige hat mit ihrer Immobilien-Verwaltungs-Firma schon mehrere kleinere Wohnprojekte umgesetzt. „Das ist das erste große Projekt“, sagt sie. Die Investitionssumme liege bei etwa 3,5 Millionen Euro. 16 Wohnungen sollen entstehen. Alle barrierefrei, mit Fahrstuhl und mit bodentiefen Fenstern lichtdurchflutet, mit Terrasse und Balkon. „Die Nachfrage ist sehr groß“, bestätigt die im sächsischem Nachbardorf Stölpchen aufgewachsene Unternehmerin. Vor gut 20 Jahren ist sie mit ihrem Mann nach Frauendorf gekommen – genau aus dem Grund, warum es auch jetzt immer mehr Menschen in die Ortrander Gemeinde zieht: „Es gibt viele Vereine. Es ist ein geselliges Zusammenleben hier.“ Die Gegend sei einfach schön mit ihren Teichen und Radwegen und dem nahen Senftenberger See. „Und wir haben einen sehr guten Bürgermeister“, sagt sie.

Mirko Friedrich, Stimme und Ansprechpartner von 676 Einwohnern, kennt die Vorzüge seines Ortes: „Wir werben ja mit dem Slogan ‚Wohnen im Grünen mit Gemeinschaftsgarantie‘. Frauendorf hat noch die Waren des täglichen Bedarfes vor Ort.“ Es gibt einen Bäcker, einen Hofladen und einen Markt. Aber auch kulturell und sportlich könne Frauendorf, neben der Wald-, Teich- und Heidelandschaft viel bieten. „Nicht zu vergessen sind die funktionierende Schule und die Kita“, sagt er stolz. Mirko Friedrich hat schon wieder das nächste neue Baugebiet für neun mögliche Eigenheime im Blick. „Die Entwicklung dieses B-Planes wird mit Hochdruck vorangetrieben“, sagt er. Zudem gebe es weitere Bauflächen in privater Hand. Der damit verbundene Einwohnerzuwachs sei für ihn ein Segen. Denn an jedem Bürger hängt ein finanzieller Zuschuss des Landes von etwa 1200 Euro. Das Geld sei dringend notwendig, um Pflicht- und freiwillige Aufgaben zu erfüllen.

(jag)
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