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Neues Bildungsprojekt

Mit Anna und Pi in der Rakete auf die Wissensplaneten fliegen

Start des Bildungsprojektes Wikilino in der Kita Kleeblatt in Schwarzheide: Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss, Maren Kindler von der BASF, die Geschäftsführer Stefan Voß (WAL) und Michael Sachs (SGL) sowie Staatssekretär Dr. Thomas Drescher (hinten l.) überreichen die Wikilino-Lernmaterialien an die Kinder. FOTO: LR / Catrin Würz

Schwarzheide. Das Bildungsprogramm Wikilino will Kinder bereits im Kita-Alter mit technischen und naturwissenschaftlichen Themen bekanntmachen. In fünf Kindergärten ist es jetzt gestartet.

Die Rakete hebt ab und staunend sitzen Lilly, Sophia, Norman, Lenni und die anderen gut 20 Vorschulkinder aus der Kita Kleeblatt in Schwarzheide mitten drin. Die Steppkes gehen heute zum ersten Mal auf eine abenteuerliche Reise - auf eine Reise zu neuem Wissen, spannenden Aufgaben und selbst gemachten Erfahrungen auf verschiedenen Wissensplaneten. Denn gemeinsam mit ihrer neuen virtuellen Freundin Anna und dem kleinen Roboter Pi – beide winken den Kindern von einem Tablet-Computer und von der Wand des Gruppenzimmers herüber, wo sie per Beamer zu sehen sind – wollen die kleinen Schlaufüchse der Kleeblatt-Kita noch ein bisschen schlauer werden. Das Bildungsprogramm Wikilino soll es möglich machen - ein Lernwerkstatt-Projekt zum frühkindlichen Lernen und Entdecken von Fähigkeiten im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Auf dem Technikplaneten setzen die Jungen und Mädchen zum Beispiel ein Fahrrad virtuell zusammen, auf dem Taschengeld-Planeten stehen natürlich Zahlen und Spardosen im Vordergrund.

„Wikilino steht für ,wissbegierige Kinder lernen innovativ’“, erklärt Katrin Kreutzer, Bildungsmanagerin des Leipziger Vereins Momelino, die Idee dahinter. Der Verein hat das Bildungsprogramm für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren entwickelt. Es will die Kreativität der Kinder fördern, indem Interesse an MINT-Fähigkeiten und die Kreativität der Kinder über einen künstlerischen Ansatz mit Malen, Tanzen, Singen gefördert wird. Das Projekt wird inzwischen in 180 Kindereinrichtungen und Grundschulen in sechs Bundesländern angewendet – und neuerdings nun auch in fünf Kitas im Süden des Landkreises Oberspreewald-Lausitz. Das virtuelle Mädchen Anna und der technisch versierte Roboter Pi werden außer bei den Kleeblatt-Kindern aus Schwarzheide auch noch im „Haus der kleinen Forscher“ in Lauchhammer, in der Kita „Bambi“ in Grünewalde, in der Kita „Spurensucher“ in Ruhland und in der Kita „Pittiplatsch“ in Tettau mit den Kindern auf Raketenfahrt gehen.

Zum offiziellen Startschuss für das Projekt am gestrigen Montag in Schwarzheide waren sogar Bildungsstaatsekretär Thomas Drescher aus Potsdam und die hiesige SPD-Landtagsabgeordnete Gabriele Theiss gekommen. „Ich war von dem Konzept der frühzeitigen Bildungsförderung im MINT-Bereich gleich überzeugt“, sagt Gabriele Theiss. Die einstige Lehrerin und Grundschulleiterin ist auch Fürsprecherin für frühkindliche Bildung und hat sich extra dafür eingesetzt, dass Wikilino auch in unsere Region kommen kann. Die Politikerin ging auf die Suche nach lokalen Partnern aus der Wirtschaft, die das innovative Bildungsprogramm nun als Partner mit finanzieren. Ihre Unterstützung haben die BASF Schwarzheide, der Wasserverband Lausitz (WAL) und die WAL Betriebs GmbH sowie die Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft Lauchhammer (SGL) zugesagt. „Und das aus gutem Grund. Denn die Wirtschaftsunternehmen in der Region haben einen großen Fachkräftebedarf an motiviertem und gut ausgebildetem Nachwuchs. Wir wollen nichts unversucht lassen - auch nicht bei den Kleinsten -, dass solche Menschen hier heranwachsen können“, sagt SGL-Geschäftsführer Michael Sachs.

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