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Denkmalschützer retten Schaufelradbagger

„Blaues Wunder“ darf nicht gesprengt werden

Die Tage des „Blauen Wunders“ schienen gezählt, doch nun dürfte eine Sprengung erstmal in weite Ferne rücken. FOTO: Torsten Richter-Zippack

Schipkau. „Das Aus für das Blaue Wunder am Lausitzring ist besiegelt“, titelte die RUNDSCHAU am 16. Februar hinsichtlich des Schicksals des seit vielen Jahren ausrangierten Schaufelradbaggers SRs 1500, „geparkt“ am nördlichen Ortsrand von Hörlitz. Doch nun kommt alles ganz anders.

Ursprünglich sollte er nach dem Willen der drei Eigentümer-Kommunen Senftenberg, Großräschen und Schipkau in naher Zukunft gesprengt werden. Sie erklärten die dauerhafte Rettung des 3000 Tonnen schweren Stahlgiganten für „finanziell nicht machbar“, wie es Schipkaus Bürgermeister Klaus Prietzel (CDU) vor wenigen Tagen gegenüber der RUNDSCHAU erklärte. Die Schäden durch Vandalismus und Diebstahl seien dermaßen groß geworden, sodass der 50 Meter hohe und 170 Meter lange Tagebauriese nicht mehr betreten werden kann.

Vandalen und Metalldiebe haben dem Schaufelrradbagger SRs aus dem ehemaligen Tagebau Meuro, heute der Großräschener See, zugesetzt. Die Gemeinden Schipkau, Senftenberg und Großräschen, die das Gerät als Landmarke am Lausitzring aufgestellt hatten, wollten den Bagger verschrotten. Doch dem schoben nun die Denkmalschützer einen Riegel vor. FOTO: Rasche Fotografie / STEFFEN RASCHE

Von der Absicht den 2002 außer Dienst gestellten Bagger zu sprengen, habe man aus der Zeitung erfahren, hieß es auf Nachfrage aus dem Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum in Wünsdorf. „Der Denkmalwert des Baggers ist schon seit langer Zeit, etwa 2002/2003, erkannt worden. Seinerzeit ist man einfach davon ausgegangen, dass es nicht nötig sei, ihn auf die Denkmalliste zu setzen“, sagt Behörden-Sprecher Christof Krauskopf gegenüber der RUNDSCHAU und erklärt, dass allein schon die Feststellung des Denkmalwertes bedeute, dass das Objekt dadurch geschützt ist.

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