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Blinde entdecken Senftenberg

Hier präsentieren Peter und Hedwig Fritsch (2.v.r.) ihr Gerät, das die neue sprechende Stadtführung ermöglicht. Mit dabei sind Kathrin Winkler (r.) und Diana Lesche vom Tourismusverband Lausitzer Seenland. FOTO: Torsten Richter-Zippack

Senftenberg. Ab sofort können sich sehbehinderte Menschen durch die Seestadt führen lassen.

Es gibt verschiedene Stadtführungen durch Senftenberg. Bei manchen Touren steht die Stadtentwicklung im Fokus, bei anderen die Kulinarik. Doch blinde und sehbehinderte Menschen profitieren davon in der Regel nicht. Seit Kurzem ist das anders. Denn eigens für Blinde und Sehbehinderte ist ein spezieller, zweiteiliger Stadtrundgang entwickelt worden.

Als Ausgangs- und Zielort fungiert das Parkhotel am Steindamm. Von dort geht es zum Markt und weiter zur Peter-und-Paul-Kirche. Route Nummer zwei führt zur Festung. Wer die Führungen mitmachen will, benötigt dazu keinen Stadtführer aus Fleisch und Blut. Ein kleines Gerät, nur wenig größer als ein Smartphone, reicht aus. In dieses Milestore, so dessen Bezeichnung, wird eine winzige elektronische Karte mit den entsprechenden Informationen geschoben, und schon kann es losgehen.

„Der Stadtrundgang funktioniert auf zwei Ebenen“, erklärt Mitentwicklerin Hedwig Fritsch. „Zum einen wird dem Gast das Gelände erklärt. Beispielsweise, ob er über Pflaster oder über glatte Oberflächen läuft. Wo Gebäude anfangen und enden. Wo Zäune sind. Oder hinderliche Fahrradständer. Zum anderen gibt es interessante Angaben zu den Sehenswürdigkeiten, beispielsweise dem Senftenberger Schloss.“

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