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Fahrgastschiff auf dem Weg nach Niemtsch gestoppt

Inselteile rutschen in Senftenberger See

Rutschung am Senftenberger See FOTO:

Senftenberg/Niemtsch. Am Donnerstagmorgen haben sich Erdmassen und ganze Baumreihen gelöst. Das Gewässer bleibt vorerst im Bereich der Niemtscher Bucht im westlichen Teil sowohl see- als auch landseitig gesperrt.

Am Senftenberger See sind schlimmste Befürchtungen jetzt wahr geworden: In den Morgenstunden des Donnerstag ist ein Teil der Insel vor dem Strandbereich Niemtsch in das Gewässer abgerutscht. Wie eine Allee reihen sich abgegangene Bäume und Büsche auf der Seefläche schwebend dort auf, wo zuvor nichts als Wasser war. Unter der Wasseroberfläche müssen sich zugleich Erdmassen von bislang noch unklarem Volumen bewegt haben - und sind wahrscheinlich weiterhin in Bewegung. Bergtechniker, Geologen und Sanierungsexperten haben gegen Mittag bei einer ersten Vor-Ort-Begehung auch noch ziemlich besorgt und ratlos die Köpfe zusammengesteckt. Über Ursache, Umfang und endgültige Konsequenzen dieses geotechnischen Ereignisses gibt es deshalb am Donnerstag zunächst nur sehr spärliche Informationen.

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) bestätigt eine Böschungsbewegung, die sich jedoch innerhalb des von Bojen gekennzeichneten Sperrbereiches ereignet hat. Personen werden dabei nicht verletzt und auch Sachschäden sind nach bislang vorliegenden Informationen nicht zu beklagen. Dennoch hat die Rutschung wohl erhebliche Konsequenzen: Als erste Maßnahme nach dem Ereignis wird noch am Donnerstag der Bereich der Niemtscher Bucht im westlichen Teil des Senftenberger Sees sowohl see- als auch landseitig temporär gesperrt, teilt LMBV-Vizesprecherin Stefanie Klein mit. Weitere Untersuchungen sind angekündigt.

Klaus Brinschwitz, Inhaber und Leiter der Wassersportschule Senftenberger See am Strand von Niemtsch, dürfte am Donnerstagmorgen einer der ersten gewesen sein, die die Rutschung registriert haben. Gegen 7.20 Uhr nimmt der Wassersportler sein morgendliches Bad im See. „Und plötzlich war da diese Baumreihe im Wasser vor der Insel“, erzählt er. „Ich wusste sofort, was passiert war“, so Klaus Brinschwitz. Schon vor rund 15 Jahren hatte er einmal ein Setzungsfließen im Senftenberger See miterlebt. Er greift zum Telefon und informiert den Chef des Zweckverbandes Lausitzer Seenland.

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