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Urteil am Landgericht Cottbus

Cannabis-Anbauer kommt mit Bewährungsstrafe davon

In der Wohnung des Verurteilten hatten Ermittler vor gut fünf Jahren 14 Cannabis-Pflanzen, 1500 Euro Bargeld und eine Schreckschuss-Waffe gefunden. FOTO: dpa / Oliver Berg

Cottbus. Das Cottbuser Landgericht hat am Freitag einen 31-jährigen Senftenberger verurteilt. Der Mann hatte vor mehr als fünf Jahren Cannabis in seiner Wohnung angepflanzt – und er hatte einen Revolver.

Wegen bewaffneten Handelns mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge hat das Landgericht Cottbus am Freitag einen Senftenberger verurteilt. Der Mann kam dabei mit einem blauen Auge davon. Die 1. Große Strafkammer bewertete den Fall als minderschwer und verurteilte ihn zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

In der Wohnung des Verurteilten hatten Ermittler vor gut fünf Jahren 14 Cannabis-Pflanzen, 1500 Euro Bargeld und eine Schreckschuss-Waffe gefunden. Der 31-Jährige gab vor Gericht zu, dass er damals täglich bis zu zehn Gramm mit einer Wasserpfeife geraucht hat und dass er etwa die Hälfte der zu erwartenden Ernte weiterverkauft hätte, um seinen Konsum finanzieren zu können. Seit der Wohnungsdurchsuchung hatte der Senftenberger sein Leben umgekrempelt und sich von den Drogen losgesagt. Er lebt seitdem drogenfrei, ist verlobt und hat einen Job als Lkw-Fahrer. Zum Prozessauftakt hatten sich das Landgericht, die Staatsanwaltschaft Cottbus und der Angeklagte bei einem umfassenden Geständnis auf eine Bewährungsstrafe verständigt. Rechtsanwalt Ulli Boldt und sein Mandant zeigten sich am Freitag zufrieden mit dem Urteil.

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