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Naturschutz

Landschaftsplaner mit Mut zum Baum

Roland Subatzus am Fragment einer maroden Linde, in das sich seltene Rosenkäfer zurückgezogen hatten. Der Baum musste aufgrund seiner Standunsicherheit, im Zusammhang mit der Neupflanzung der innerörtlichen Allee in Dörrwalde gefällt werden. Teile des Stammes wurden stehend getrennt und rund 300 Meter entfernt am Waldrand am Ortsausgang wieder aufgestellt. FOTO: Uwe Hegewald

Dörrwalde. Sie bewähren sich als Moorlobbyisten, Baumhirten, Krötenchauffeure, treten als Agrar-Visionäre, Energiewender oder Insektenmanager auf und sind im Naturschutzbeirat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz vereint. Die RUNDSCHAU besucht die couragierten und ambitionierten Naturschutzmacher. Heute: Roland Subatzus (Dörrwalde).

„Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt.“ Dem Appell von Aleksej Arakceev (1769 - 1834), einem russischen General und Staatsmann, kann Roland Subatzus nur zustimmen. Er ist Mitglied des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten, der Gesellschaft für Ingenieurbiologie und der Gesellschaft für Ökologie. Außerdem wirkt er in der Gesellschaft für Dendrologie (Baumkunde) sowie im Gehölzsachverständigen-Verband Brandenburg-Berlin mit und ist öffentlich bestellter Sachverständiger für Baumchirurgie und Baumpflege.

Eine Mitgliedschaft allein hätte genügt, um Roland Subatzus in den Naturschutzbeirat des Landkreises OSL zu rekrutieren. „Als man an mich herangetreten ist, musste ich nicht lange überlegen. Schließlich habe ich mich bereits im Jugendalter für Naturschutzbelange interessiert und eingesetzt“, berichtet der Wahl-Dörrwalder (Stadt Großräschen).

Im Jahr 1979 ist er im bayrischen Neu-Ulm in den Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) eingetreten und hat es dort über die Schriftführerrolle bis zum Mitglied der Kreisgeschäftsführung gebracht. Seit 1996 betreibt er mit Ehefrau Astrid das Planungsbüro für Baumbegutachtung und Landschaftsarchitektur mit sechs Mitarbeitern und zwei Niederlassungen in der Lausitz.

(uhd)
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