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Nach Verhandlung in Hamburg

Eierlikör-Streit um „Scharfes Gelb“ aus Senftenberg beigelegt

Heiko Tänzer und Danilo Trasper machen Eierlikör nach dem Rezept der Oma. Milch gehört da seit eh und je dazu. Nach dem Vergleich vor dem Landgericht Hamburg wollen sie alles „erst einmal sacken lassen“. Ob der Name „Senftenberger Eierlikör“ wieder auf dem Etikett auftaucht, darüber ist das letzte Wort noch nicht gefallen. FOTO: Scharfes Gelb / Andreas Franke

Senftenberg. Ei, Ei, Ei: Der Eierlikör-Prozess endet am Hamburger Landgericht mit einem Widerrufsvergleich. Der Eierlikör aus Senftenberg wird auch künftig als „Scharfes Gelb“ ins Glas gefüllt.

Der skurile Streitfall rund um das gelbe Kultgetränk hat deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt und sogar den Europäischen Gerichtshof in Brüssel beschäftigt. Die mehr als drei Jahre anhaltende Eierei hat in dieser Woche vor dem Landgericht Hamburg ein Ende gefunden. Ob Milch und Sahne in den Eierlikör dürfen und ob er dann auf dem Etikett auch so heißen darf - der Streitfall mit 15 Prozent Alkoholgehalt hat sich nach der neuen EU-Spirituosenverordnung in Luft aufgelöst.

Beim Verhandlungstermin am Dienstag haben die beiden Produzenten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt einen Widerrufsvergleich geschlossen. „Mit der seit Juni geltenden neuen EU-Verordnung, die Milch im Eierlikör erlaubt, hat sich der Streitfall überholt. Er ist erledigt“, erklärt Dr. Kai Wantzen, Pressesprecher des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg.

Eierlikör-Streit: Zwei Senftenberger als Auslöser

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