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Theater

Junge Nixe bringt Schwarzbach auf die Beine

Theater-Premiere des Schwarzbacher Dorftheaters mit dem Stück „Raub der Nixe“. Es ist eine Fortsetzung des Stückes aus dem vorigen Jahr. FOTO: Mirko Sattler

Schwarzbach. Dorftheater im Park lässt die Besucher bei der Premiere tief in die heimische Sagenwelt eintauchen.

Die Bretter, die die Welt bedeuten, sind in der kleinen Ruhlander Amtsgemeinde, nicht aus Holz, aber dennoch aus Naturmaterialien. Gras, Tannennadeln und buntes Laub säumen das kleine Waldtheater unweit der Parkbühne. Hier tauchten am Samstagabend erneut die Besucher in die Sagenwelt ein. Viele wollten trotz zeitweisen Regens die Premiere von „Raub der Nixe“ erleben.
„Das Theaterstück ist die Fortsetzung von ,Das Geheimnis der Nixen’ von vorigem Jahr. In der Oberlausitz, zu der wir ja auch gehören, ranken sich viele Sage um Nixen und Wassergötter. Regisseur Johannes Fiedler schaffte es wieder, aktuelle Probleme einzubauen. Die Botschaften des Theaterstückes sind jedoch Kameradschaft, Gemeinsamkeit und Dasein für andere“, so Bürgermeisterin Gabi Theiss. Sie bekam erneut eine kleine Rolle als Großmutter zugeteilt.
Um Nachwuchs braucht sich Johannes Fiedler, der das Dorftheater im Dorfclub unter sich hat, nicht zu sorgen. Musste er in den 90er-Jahren Hände ringend suchen, so ist das Dorftheater zu einer Institution in der Gemeinde geworden, bei der er heute sogar Mitmachwillige vertrösten muss.

Mit Märchen hat Johannes Fiedler angefangen. „In diesem Jahr haben wir nicht direkt eine Fortsetzung aus dem vorigen Jahr, sondern das Thema aufgegriffen. Mir liegen ein bisschen die Sagen am Herzen. Da es hinter dem Gutshaus auch einmal ein kleinen See gegeben hat, sind wir auf die Idee mit der Nixe gekommen. Natürlich hat es dort einmal Nixen gegeben“, sagt der Dorftheaterchef schmunzelnd. Er möchte erreichen, dass die Kinder verinnerlichen, dass es nicht nur Märchen von Übersee gibt.

Vor Jahren sorgte Johannes Fiedler mit seinem Team für Gruseln im Dorf. Im Stück vom Schinderberg verarbeitete er den Mythos um den Schinder vom Schinderberg. Die Resonanz war so enorm, dass er nun mit den Nixen vom Dorfteich nachlegt.
Johannes Fiedler braucht meist nicht lange, bis eine neue Geschichte steht. „Um die Weihnachtszeit fange ich meist mit den ersten Überlegungen an. Diesmal ging es relativ zügig. Manchmal brauche ich einen Sonntagnachmittag und habe einige Seiten, und manchmal sitze ich länger über dem nächsten Satz“, erzählt Johannes Fiedler.

(sam)
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