ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Europäische Ehrung

Landschaften im Umbruch

Spreewaldidyll: Auf den Wiesen wabern in den Morgen- und Abendstunden wieder Nebelschwaden. FOTO: Photographer: Peter Becker

Senftenberg/Lübbenau. Zwei besondere Kulturlandschaften in der Lausitz werden als europäisches Kulturerbe ausgezeichnet. In der vorigen Woche bekamen das Seenland und das Biosphärenreservat Spreewald gemeinsam den Europäischen Gartenpreis.

Seit Jahrhunderten zeichnen die Menschen kraftvoll ihre Spuren in die Lausitz und haben mit Nachdruck das Gesicht des Landstrichs im Süden Brandenburgs und Ostsachsens verändert. Was dabei entstanden ist, war nicht zu jeder Zeit ansehnlich – manchmal getrieben einfach nur von wirtschaftlichen Erwartungen und Notwendigkeiten und zugleich fehlenden Alternativen. Riesige Tagebaue, mit denen vor allem im 20. Jahrhundert große Teile der kargen Landschaft in der Lausitz umgedreht worden sind, um die energiereiche Braunkohle aus dem Sand zu schürfen, haben unübersehbar ihre Spuren hinterlassen. Aber längst nicht erst Tagebaugroßgeräte haben die Lausitz einschneidend verändert.

Es waren schon preußische Könige, die nach den ersten Waldbauern im späten Mittelalter Zuwanderer aus ganz Europa in ihr Land holten, um sie als Siedler in den kaum zugänglichen Urwald an der Spree zu schicken. Sie sollten den Landstrich erschließen und sich das Land untertan machen.

Blick über die Seebrücke am Großräschener See und einen Weinberg FOTO: ZB / Patrick Pleul
top