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Bergbaufolgen in der Lausitz

Bagger-Einsatz gegen gefährliche Schwelbrände

Kohletrübe ist auch bei Spreetal (Kreis Bautzen) in Brand geraten. Die Altlast aus dem Produktionsprozess von Brikettfabriken und Kokereien ist zu DDR-Zeiten in Tagebaurestlöchern teilweise in mehreren Meter mächtigen Schichten abgelagert worden. Die Ablagerungen sind verlandet, entzünden sich bei großer Hitze wie in diesem Sommer selbstständig und entflammen im Inneren immer wieder.FOTO: Rocci Klein

Schwarzheide/Senftenberg. Die Bergbausaniererin lässt ab Montag die Kohletrübe im Ferdinandssee Schwarzheide teilweise abtragen.

(kw) Die Gefahr von Schwelbränden am Ferdinandssee wird jetzt gebannt. Die Kohletrübe wird teilweise abgetragen. Das teilt Stefanie Klein, Sprecherin der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), mit.

Der brandgefährliche Abfall ist zu DDR-Zeiten aus den nahen Brikettfabriken ins Tagebaurestloch eingeleitet und in teilweise mehrere Meter mächtigen Schichten abgelagert worden. Der heiße Sommer ließ den Wasserstand im Restsee sinken. Aufgrund anhaltender Trockenheit war es zur Selbstentzündung der eingespülten Kohletrübe an der Westböschung des Ferdinandsteiches gekommen. Kohletrübe ist tückisch. Einmal entzündet, flammen die Ablagerungen im Inneren immer wieder auf. Seit Juni sind die Löschkräfte der freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Brandwachen kontrollieren mehrmals täglich den Gefahrenbereich. Löscharbeiten sind erschwert, weil das Terrain aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden darf. Der Versuch, den Wasserstand im See zu erhöhen, blieb erfolglos.

Ein Zeitzer Unternehmen ist jetzt beauftragt worden, etwa 22 000 Kubikmeter der Problem-Erdmassen mit schwimmender Technik abzutragen. „Ziel ist es, die Schwelbrandgefahr der Kohletrübe zu beseitigen, indem zwei Meter Wasserüberdeckung an den gefährdeten Bereichen geschaffen werden“, erklärt die Sprecherin der LMBV.

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