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Update: Geschäftsführer und Landkreis nehmen Stellung

Klinikum Niederlausitz in Finanznot

Das Klinikum Niederlausitz hat einen Verlust von 4,5 Millionen Euro eingefahren. Der Gesellschafter, der Landkreis Oberspreewald-Lausitz, will jetzt mit der Gewerkschaft Verdi über einen Notlagentarifvertrag verhandeln. Das nichtärztliche Personal soll auf das Weihnachtsgeld und die nächste Entgelterhöhung verzichten. FOTO: dpa / Bernd Settnik

Senftenberg. Die Krankenhäuser Senftenberg und Lauchhammer sind Akut-Patienten. Der Oberspreewald-Lausitz-Kreis hat das Klinikum Niederlausitz deshalb zu Verhandlungen über einen Notlagentarifvertrag aufgefordert. Die Gehälter des Personals sollen gekürzt werden, um das Klinikum Niederlausitz wieder auf den sicheren Weg der Genesung zu bringen.

Das Klinikum Niederlausitz ist in finanzieller Not. Die Krankenhäuser Senftenberg und Lauchhammer haben einen Jahresverlust von 4,5 Millionen Euro eingefahren. Die Mitarbeiter sollen den Engpass jetzt überbrücken helfen – mit dem einmaligen Verzicht auf das Weihnachtsgeld. Das ist etwa ein Drittel eines Monatsgehaltes. Zudem soll die anstehende tarifliche Entgelterhöhung um 1,5 Prozent ab Oktober entfallen.

Ralf Franke, Gewerkschaftssekretär der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) für den Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen im Gewerkschaftsbezirk Cottbus, bestätigt: „Das Klinikum Niederlausitz hat uns zu Verhandlungen aufgefordert, um einen Notlagentarifvertrag zu erwirken.“ Über die Aufnahme von Tarifgesprächen sollen die Verdi-Mitglieder demnach in knapp zwei Wochen entscheiden.

Gewerkschaftssekretär Ralf Franke sagt: Die Mitglieder entscheiden am 6. August, ob Gespräche aufgenommen werden. „Die Gesellschafter können die Finanznot der Krankenhäuser Senftenberg und Lauchhammer nicht allein den Beschäftigten aufbürden“, betont er. FOTO: Hilscher
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