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Lausitzer Seenland

Simson-Fahrer brettern den Steilhang hinauf

Erste Herausforderung der Fahrer ist die Schlammkuhle am Hangfuß. Für manchen ist bereits dort Feierabend. Anschließend geht es sofort steil hangaufwärts, also Spannung pur. FOTO: Arlt Martina

Geierswalde. Das voraussichtlich letzte Steilhangrennen auf dem Geierswalder Koschendamm fasziniert sowohl Teilnehmer als auch Besucher.

80 Simson-Fahrer, fünf mehr als 2018, haben am Wochenende zum zwölften Mal den Steilhang auf dem Koschendamm unter die Räder genommen. Ziel ist es, die 55 Meter lange und 45 Grad steile Steigung durch Schlamm und Sand zu bezwingen. Für die Fahrer gilt das Motto „Dabeisein ist alles“. Beispielsweise für Michael Husser (40) aus Lauta: „Ich bin bestimmt schon sieben Mal vor Ort. Wir alle haben Benzin im Blut. Das Wichtigste ist jedoch die Gemeinschaft, wenn wir hier so ein wunderbares Wochenende am Geierswalder See verbringen. Benzingespräche sind bei herrlicher Kulisse und tollem Wetter sehr schön.“ Im Jahr 2015 belegte der Lautaer sogar Platz 2. „Ich fahre ein Moped S 51 Enduro, selbst umgebaut. Das Gefährt muss auf jeden Fall wasserdicht sein, sonst geht es gleich im Schlamm und Matsch aus. Wir sind alle Schrauber und bekommen unsere Gefährte immer wieder in Gang. Ich habe für den Notfall Bowdenzüge, Schläuche und Zündkerzen immer dabei.“

Vor drei Jahren gehörte auch Steven Hartmann (20) aus Bernsdorf zu den Startern am Koschendamm. „Ich habe eine Simson, Baujahr 1984. Seit fünf Jahren bin ich meist als Besucher immer vor Ort. Meine Eltern betreiben hier einen Bootsverleih und freuen sich immer wieder, wenn Touristen den Geierswalder See neu entdecken. Das Steilhangrennen ist eine super Werbung für die Region. Die Starter tragen oft auch geile Kostüme. Somit erhöht sich der Spaßfaktor. Das Rennen am Koschendamm sollte auf jeden Fall erhalten bleiben.“ Allerdings stellt Mitorganisator Tobias Kempe klar, dass es 2019 die letzte Auflage auf dem Koschendamm ist. Das Gebiet soll künftig touristisch genutzt werde, lautet seine Begründung.

Auch ganz junge Fahrer dürfen sich am Geierswalder Steilhang ausprobieren und ihre Gefährte testen. FOTO: Arlt Martina
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