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Naturschutz

Der Welkteich braucht Wasser

Das Welkteich-Gebiet benötigt nach dem Dürrejahr 2018 viel Wasser. FOTO: LR

Grünewalde. Das Naturschutzgebiet bei Grünewalde soll feuchter werden. Dagegen verschwindet das Wasser vom Sportplatz.

Eigentlich ist es ganz einfach: Im Naturschutzgebiet (NSG) Welkteich fehlt Wasser. Auf dem nahen Grünewalder Sportplatz gibt es temporär dagegen zu viel vom Nass, zuletzt im Jahr 2017. Mehr noch: In regenreichen Zeiten war der Radweg vom Denkmal zum Sportplatz öfter überschwemmt. Inzwischen hat die Stadt Lauchhammer ein 300 Meter langes Teilstück angehoben, sodass Überflutungen der Trasse kein Thema mehr sind.

„Das Wasser muss also in den Welkteich“, sagt der Grünewalder Ortsvorsteher Reinhard Lanzke. Das 110 Hektar große Gebiet umfasst die Relikte der ehemaligen Teichwirtschaft Mückenberg. Hinzu kommen alte Absetzbecken aus der Braunkohlenwirtschaft sowie größere Waldflächen, die vor allem aus Kiefern, Eichen und Birken bestehen. Aufgrund eines großen Nährstoffangebotes sind die Wasserflächen weitgehend zugewachsen. Mehr noch: Im Dürrejahr 2018 war das Gebiet im Großen und Ganzen trocken gefallen. Ans Wasser gebundene Tiere und Pflanzen mussten um ihr Leben kämpfen.

Um solche Zustände zukünftig zu vermeiden, haben die Naturschützer Maßnahmen erarbeitet, wie das NSG Welkteich auf Dauer erhalten werden kann. Schließlich steht das Areal unter dem Schutz der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH), der Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union. „Der Zustand des jeweiligen Gebietes darf sich nicht verschlechtern“, erklärt FFH-Expertin Nora Kremtz vom Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.

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