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Baugrund unsicher

Nach Schock in Lauchhammer: Hilfspaket für Bergbau-Betroffene gefordert

Lauchhammer. Erneut sind Absiedlungen von Häusern und Gewerbebetrieben in Lauchhammer notwendig: Der Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben (CDU) kritisiert die Landesregierung. Denn noch immer fehlt ein Gesamtkonzept für die Opfer der Folgen des Altbergbaus.

Die Hiobsbotschaft wiegt schwer. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und der Landkreis Oberspreewald-Lausitz als zuständige Ordnungsbehörde haben am Freitag bekannt gegeben, dass in Lauchhammer nach der Grubenteichsiedlung erneut mehrere Gebäude an der Wilhelm-Külz-Straße im Stadtteil Ost nicht standsicher sind und bis zum Jahr 2022, teilweise sogar sofort, verlassen werden müssen.

Grund für die Einsturzgefahr ist der gestiegene Grundwasserspiegel, der den ehemaligen Bergbauflächen zunehmend die Standfestigkeit nimmt. Denn in Lauchhammer ist auch mitten im heutigen Stadtgebiet länger als hundert Jahre lang Braunkohle abgebaut worden. Die Bergbaufolgen sind teilweise erschütternd und treffen Privateigentümer von Immoblien mit extremer Härte.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende und Lausitzer Landtagsabgeordnete Ingo Senftleben äußert sein Bedauern gegenüber den Betroffenen und fordert schnelle Unterstützung. „Für die betroffenen Familien, die Unternehmer und deren Mitarbeiter ist die Tatsache, dass sie ihre Wohnungen, Häuser und Firmen aufgeben müssen, eine traurige Nachricht. Deshalb müssen wir helfen. Insbesondere das Land Brandenburg und der Bund stehen in der Pflicht, gemeinsam für schnelle und faire Lösungen zu sorgen. Wir müssen den Familien ein neues Zuhause geben und den Unternehmern und deren Mitarbeitern die Existenz sichern.“

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