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Ingo Senftleben (CDU/MdL) fordet ein Konzept für Hilfen für Betroffene der Bergbaufolgen. Der Abgeordnete sieht den Bund und das Land Brandenburg in der Pflicht. FOTO: CDU Senftenberg

Senftleben erinnert daran, dass die Problematik der sinkenden Festigkeit der Kippflächen seit Jahren bekannt ist. Es fehle aber nach wie vor „eine grundsätzliche Regelung, um Umsiedlungen von Familien und Gewerbetreibenden mit finanzieller Unterstützung für die Betroffenen“ anzugehen. „Wir wissen um die Folgen des Bergbaus. Welche Gebiete betroffen sind, haben Gutachten längst nachgewiesen. Was wir brauchen ist ein Gesamtkonzept für Lauchhammer und andere betroffene Orte“, sagt er. Land, Bund und die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) müssten einen Plan vorlegen, wie den Menschen, die auf den gefährdeten Flächen leben und arbeiten, geholfen werden soll. „Wir müssen die Menschen und deren Eigentum schützen“, erklärt Senftleben. In der Bergbausanierung müsse deshalb das Prinzip “erst die Pflicht, dann die Kür“ gelten.“

Gutachter haben diesen Bereich der Anfang der 1920er-Jahre ausgekohlten Alttagebaue Lauchhammer III und Emanuel auf die Verkippungstechnologie und die Kippenzusammensetzung untersucht. Ziel sei es gewesenl, „mögliche Sicherungsmaßnahmen festzulegen“. Das teilt das Landesbergamt in Cottbus mit. „Dabei wurde von den Gutachtern eingeschätzt, dass auf Grund der komplizierten geologischen Situation eine Gefährdung besteht und die Wohn- und gewerblich genutzten Gebäude langfristig nicht zu halten sind und daher bis voraussichtlich 2022 abgesiedelt werden müssen“, erklärt Sanierungsbergbau-Experte Uwe Sell. Die Bergbehörde und der Oberspreewald-Lausitz-Kreis werden nach Vorlage des Gutachtens nun prüfen, wie weiter vorzugehen sei.

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