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Ateliers in OSL zeigen ihre Kunst

Kinder fotografieren ihre Fantasien

Autoren der in Grünewald ausgestellten Bilder sind Kinder und Jugendliche von fünf bis 18 Jahren des Klubs „Delta“ für Unterwasserfotografie und Tauchen in Charkow in der Ukraine. FOTO: Xenija Syromolotowa

Senftenberg. Traditionell am ersten Maiwochenende öffnen in ganz Brandenburg zahlreiche Künstler die Türen ihrer Ateliers und geben Besuchern spannende Einblicke in ihre Tätigkeit.

Für Samstag und Sonntag laden Kunstschaffende in insgesamt 21 Ateliers und Galerien an zwölf Orten im Landkreis Oberspreewald-Lausitz dazu ein, ihnen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Das Angebot ist vielfältig: „Von Ausstellungen über Workshops bis hin zum Konzert bei einem Glas Wein haben sich die Beteiligten erneut allerhand einfallen lassen. Die Gäste erwartet ein kunstvolles Erlebnis, sowohl für Groß als Klein“, stellt Jens-Peter Meyer vom Bereich Kultur der Kreisverwaltung in Aussicht. Ziel der Veranstaltung „Offene Ateliers“ ist es, Kunst für jedermann erlebbar zu machen und zu zeigen, wie und wo Kunstwerke im näheren Umfeld entstehen. Es besteht die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre mit den Akteuren ins Gespräch zu kommen, Arbeiten zu erwerben oder sich selbst künstlerisch zu betätigen. „Je nach Genre werden Sie die neuesten Werke, Gemälde, Skulpturen, Plastiken, Fotografien, Land Art – kurz alles, was Kunst im weitesten Sinne bedeutet, erleben können. Machen Sie sich per Rad oder Auto oder auch zu Fuß auf den Weg und besuchen Sie die Ateliers“, empfiehlt die Vorsitzende des Kunstvereins Pro Ars Lausitz, Barbara Seidl-Lampa.

Zum ersten Mal ist das Kulturhaus der BASF Schwarzheide GmbH mit der Ausstellung „Konrad Zuse als Maler“ am Projekt beteiligt. Seine Zukunftsvision von einem automatisierten, technischen Zeitalter bannte der Abiturient Konrad Zuse schon 1928 auf Leinwand. Dass er mit der Erfindung des ersten frei programmierbaren Rechners dieses Zeitalter wesentlich mitgestalten würde, stand da noch in den Sternen. Künstler und Computerpionier, die beiden Seiten des Konrad Zuse (1910 – 1995) stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Ausgerechnet Zuse“, mit der die BASF Schwarzheide GmbH ihre Reihe „The Art of Transformation – Die Kunst der Veränderung“ fortsetzt. In Kooperation mit dem Zuse-Computer-Museum in Hoyerswerda präsentiert das Chemieunternehmen eine bis dato in Umfang und Zusammenstellung ungesehene Retrospektive des künstlerischen Werks von Zuse. Zu entdecken sind expressive Portraits, detailreiche Skizzen und farbintensive architektonische Ensembles mit fast surrealistischen Zügen. Die gezeigten Werke entstammen der wohl größten Zuse-Privatsammlung von Softwareentwickler und Unternehmer Dr. Fried­rich Gen­ser. Entlang des Computer-Stammbaums nimmt „Ausgerechnet Zuse“ die Besucher mit auf eine Zeitreise durch mehr als 70 Jahre Rechentechnik, vom „Z1“ bis zum Quantencomputer.

In der Eastfotogallery von Jürgen Rollof in Grünewald sind Kinderfantasien festgehalten. Autoren der ausgestellten Bilder sind Kinder und Jugendliche von fünf bis 18 Jahren des Klubs „Delta“ für Unterwasserfotografie und Tauchen in Charkow in der Ukraine. In Sommerlagern in der Natur an Flüssen und Meer ergründen die Kinder und Jugendlichen Pflanzen und Tiere. „In diesem Klub für kreatives Schaffen des Kulturpalastes in Charkow werden die Autoren an die Besonderheiten der Unterwasser-Fotografie herangeführt“, erklärt Jürgen Roloff. Der Klub sei weit über die Grenzen der Ukraine bekannt. Die jungen Autoren nahmen vielfach erfolgreich an internationalen Wettbewerben teil und zeigten ihre Bilder schon in Frankreich, Tschechien, der Türkei, Russland und natürlich in Kiew, der Hauptstadt der Ukraine.

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