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Heimatgeschichte

Als die vier Bergarbeiterhäuser weg mussten

Karl Jotte präsentiert ein Bild der Kostebrauer Straße in Klettwitz von 1965. Ganz in der Nähe hat der heute 85-Jährige einst gewohnt. FOTO: Torsten Richter-Zippack

Klettwitz, Kostebrau. Klettwitzer und Kostebrauer feiern ihr zehntes Straßenfest. Karl Jotte erinnert sich an die Vorbergbauzeit.

120 Klettwitzer und Kostebrauer haben ihr zehntes Straßenfest gefeiert. Am 29. Juni 2010 war die 5,3 Kilometer lange Trasse nach 48 Jahren bergbaubedingter Trennung wieder freigegeben worden. Zwei Wochen später fand das erste Straßenfest statt.

Karl Jotte aus Klettwitz ist mit der Kostebrauer Straße persönlich verbunden. „In den 1960er-Jahren musste ich mein Anwesen räumen, weil es hieß, die Kohle kommt. Zum Glück konnte ich mir ein anderes Haus in der gleichen Straße kaufen.“ Doch dann schlug das Schicksal ein zweites Mal zu: „Plötzlich wurde mir gesagt, dass mein altes Grundstück doch nicht abgebaggert würde. Da waren aber alle Gebäude längst abgerissen“, erzählt Karl Jotte. Heute wohnt er noch immer in seinem zu DDR-Zeiten erworbenen Haus an der Kostebrauer Straße. Sein früheres Grundstück ist Gartenland.

Tatsächlich dem Bergbau weichen mussten jedoch die Bergarbeiterhäuser unweit des westlichen Ortsausgangs von Klettwitz. „Es waren vier Gebäude“, erinnert sich Karl Jotte. Der Klettwitzer Ortsvorsteher Dietmar Woznica sagt, dass rund 300 bis 400 Meter der alten Kostebrauer Straße bis zum westlichen Ortsausgang, an denen sich die Bergarbeiterhäuser befanden, in den 1960er-Jahren dem Tagebau Klettwitz weichen mussten.

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