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Neue Bühne Senftenberg

„Große Nachfrage treibt uns an unsere Grenzen“

Manuel Soubeyrand bei der Amphiparty der Neuen Bühne Senftenberg im Juli 2017 am Großkoschener Strand des Senftenberger Sees. Er freut sich über einen erfolgreichen Start in die Spielzeit 2017/2018 und auf die nächsten Premieren, Vorstellungen und Gäste. FOTO: Steffen Rasche

Senftenberg. Der Intendant der Neuen Bühne Senftenberg spricht mit der RUNDSCHAU über ein Luxusproblem, neue Herausforderungen, Eintrittspreise, Tarifbezahlung, Kulturpolitik und Spektakelaussichten.

Jahresbilanz zieht ein Theater erst am Ende der Spielzeit – und das ist im Sommer. Für die RUNDSCHAU resümiert Senftenbergs Intendant Manuel Soubeyrand  schon jetzt einen erfolgreichen Start in die Spielzeit 2017/18.

Was sind für Sie die Höhepunkte des Jahres in der Neuen Bühne Senftenberg?

Manuel Soubeyrand: Da gibt es einiges. Zum Beispiel bin ich mit dem Nibelungen-Spektakel sehr zufrieden. Letztlich hatten wir doch ein wenig mehr Zuschauer als im vorigen Jahr, auch wenn uns die 150 Studenten fehlten, weil diese Vorstellung diesmal leider zum Semesterbeginn nicht zustande gekommen ist. Mich freut aber dennoch die beachtliche Zuschauerzahl von 2120, weil  es uns gelungen ist, dass sich die Leute  auch auf einen solchen Theaterbrocken eingelassen haben.  Was auch nicht unwichtig ist: Wirtschaftlich war das Spektakel im Verhältnis von Ausgaben und Einnahmen ganz vernünftig. Darüber hinaus gab es zwei kulturpolitische Höhepunkte, die einen Intendanten freuen und die ich bedeutsam finde. Das ist zum einen die Mitgliedschaft im Theater- und Konzertverbund des Landes und die begonnene Gründung und Entwicklung des Senftenberger Theaters zur Landesbühne Süd, ebenso wie der Uckermärkischen Bühnen als Landestheater Nord.  Beim Theaterverbund ist es mir wichtig, dass alle geförderten Einrichtungen unter einem Dach arbeiten – und so auch zusammenwirken. Und die Entwicklung zur Landesbühne setzt kulturpolitisch auch ganz klare Grenzen: Wir sind ein regionales Theater, dass in die Fläche wirkt. Damit ist für mein Verständnis auch so ein verunsicherndes Gerede über einen Zusammenschluss mit Cottbus vom Tisch. Die Aufgaben sind klar definiert – und politisch untersetzt.

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