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Neue Antragsrunde gestartet

Neue Fördertaler von der EU zu vergeben

FOTO: Stockfotos-MG - stock.adobe.com / MG

Lauchhammer. 2,2 Millionen Euro an Fördergeldern stehen der „Energieregion im Lausitzer Seenland“ für den ländlichen Raum zur Verfügung.

Ein neuer Spielplatz für die Kita? Ein barrierefreier Zugang ins Vereinsheim gefällig? Oder muss im Ortsteil eine wichtige Radweganbindung saniert werden? Solche und ähnliche Projekte sind jetzt gefragt, um Fördermittel der Europäischen Union ins Lausitzer Seenland zu holen. Ein mit 2,2 Millionen Euro gefüllter Fördertopf des Leader-Programms für die Entwicklung des ländlichen Raumes sucht würdige Geldempfänger in der Region zwischen Altdöbern und Ruhland. „Die Frist ist gesetzt: Bis zum 31. Mai haben Vereine, Verbände, Kommunen, aber auch Privatleute die Möglichkeit, sich mit ihren Projekten um eine Förderung aus diesem Fonds zu bewerben“, sagt Regionalmanager Michael Franke von der Lokalen Aktionsgruppe „Energieregion im Lausitzer Seenland“. Die Bewerbung könne in einem ersten Schritt relativ unkompliziert mit einem Formblatt erfolgen.

Die Lokale Aktionsgruppe mit Sitz in Lauchhammer ist Koordinator für die EU-Förderung und zugleich so etwas wie eine Jury, die die eingereichten Projekte bewertet und auswählt. „Alle Anträge durchlaufen ein Projektauswahlverfahren, an dessen Ende unser Vereinsvorstand eine Prioritätenliste erstellt“, ergänzt Michael Franke. „Auf dieser Liste ganz oben können große Projekte mit einem hohen Zuschussbedarf ebenso stehen wie kleinere Projekte mit weniger Kosten.“ Freilich müssen die für eine Förderung in Frage kommenden Projekte bestimmte Kriterien erfüllen: die regionale Wertschöpfung fördern, die soziale Infrastruktur verbessern oder zum Natur-, Umwelt- und Ressourcenschutz beitragen.

Im vergangenen Jahr hatten sich während der sechsten Förderrunde insgesamt 23 Antragsteller um Geld aus dem mit 2,5 Millionen Euro bestückten Fördertopf für die Energieregion im Lausitzer Seenland beworben. Neun Projekte schafften es im Rahmen des damals vorhandenen Budgets auf die Empfehlungsliste der Lokalen Aktionsgruppe. Darunter war auf Platz 1 der DRK-Kreisverband Lausitz, der in Großräschen eine Tagespflege bauen will, sowie eine private Antragstellerin, die im ehemaligen Landkaufhaus in Altdöbern ein Erlebniscafé mit eigener Baumkuchen- und Eismanufaktur eröffnen will. Erfolgreich hat sich auch der Kindergartenverein Schwarzbach beworben, der neue Gruppenräume und zusätzliche behindertengerechte Sanitärräume bauen muss. Anbauen möchte auch die Kita in Schipkau, die ihre Räume um einen Krippenbereich, neue Gruppenräume und eine separate Küche erweitern möchte. Gute Aussichten auf Fördergeld hat ebenso der Verein(t) im Zollhaus Ruhland e.V., der in der alten Bowlingbahn des Zollhauses ein Familienzentrum Kind & Kegel einrichten möchte. Das letzte Wort spricht dazu das Landesamt für Ländliche Entwicklung in Luckau, das die Fördermittelanträge im Anschluss prüft und entscheidet.

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