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Denkmalstag

Sanierer finden Andreaskreuz

Stolz präsentiert Cornelia Schnippa die sanierte Hofseite ihres Schrotholzhauses. Mehrere neue Balken haben ihre schadhaften Vorgänger ersetzt. FOTO: Torsten Richter-Zippack

Lieske. Das Schrotholzhaus in Lieske wird wieder hergestellt. 

Auf einen besonderen Schatz sind die Sanierer des Schrotholzhauses in der Liesker Ortsmitte gestoßen. Sie haben im Dachstuhl ein uraltes Andreaskreuz gefunden, sagt Eigentümerin und Bauherrin Cornelia Schnippa. Es handelt sich dabei um zwei diagonal sich kreuzende Streben. Die Bezeichnung geht auf den heiligen Andreas, den Apostel Russlands und Kleinasiens, zurück. Der Bruder des Petrus wurde einst in Griechenland an ein Kreuz aus zwei schräg stehenden Hölzern geschlagen.

Inzwischen ist der Liesker Dachstuhl nach seiner Sanierung wieder intakt. Allerdings fehlen noch handgestrichene Biberschwänze als Abdeckung. Bis diese eingebaut werden, so sagt Cornelia Schnippa an, schütze ein Notdach das Gebäudeinnere.

Darüber hinaus wurde die hofzugewandte Seite des Schrotholzhauses inzwischen saniert. Zahlreiche Fehlstellen mussten dabei ausgebessert werden. Lange werden die imposanten Holzbalken allerdings nicht zu sehen sein. „Wir setzen eine Kalkwand davor“, sagt Schnippa. Diese solle das Holz schützen. Früher befand sich an ihrer Stelle eine Lehmverkleidung. Sie würde aber relativ schnell verwittern. So hätten die Denkmalschützer eine Kalkwand, die optisch wie eine Lehmwand hergerichtet wird, empfohlen.

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