ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Senftenbergerin verschenkt 26 000 Euro

Mega-Spende fürs neue Vari-Land

Nach der überraschenden Nachricht gibt es von Tierpfleger Ulrich Wiese (l.) und Tierpark-Geschäftsführer Tino Jörke eine Bananenportion Extrafutter. Mit der Spende einer Senftenbergerin kann jetzt das Projekt Vari-Land umgesetzt werden. FOTO: LR / Jan Augustin

Senftenberg. Riesenfreude im Senftenberger Tierpark: Eine Seniorin hat der Einrichtung 26 000 Euro geschenkt. Geschäftsführer Tino Jörke ist überwältigt.

Wenn es für Außenstehende nicht so irritierend wäre, würde Tino Jörke dieser Tage die ganze Zeit durch die Gegend hüpfen. Mit seiner Freude weiß der Geschäftsführer des Senftenberger Tierparks einfach nicht wohin. 26 000 Euro hat eine anonyme Spenderin dem Zoo jetzt geschenkt. „Man ist erst einmal baff – wow – das ist eine ganz tolle Geschichte“, ringt der 42-Jährige um die richtigen Worte, um seinen Gemütszustand zum Zeitpunkt der überraschenden Nachricht am treffendsten zu beschreiben. „Ich war erst einmal im Schockzustand. Dann will man vor Freude durch die Gegend hüpfen“, fügt er an. Doch das gehe ja nicht. Gern würde er der Frau aufrichtig Danke sagen. Aber auch das ist dem Geschäftsführer verwehrt. Denn die Spenderin will anonym bleiben. Tino Jörke vermutet, dass es sich um eine ältere Dame aus Senftenberg handelt. Viel mehr weiß er nicht über die Frau. Ein Ehepaar sei vorige Woche an ihn herangetreten und habe ihm von dem Vorhaben seiner Auftraggeberin, die keine Verwandtschaft besitzen soll, berichtet. Damit die Anonymität bewahrt bleibt, haben sich die Beteiligten gegen eine Überweisung und auf eine Bargeldübergabe geeinigt. Und so saß Tino Jörke am Montag – gemeinsam mit dem Mittler-Ehepaar – in seinem Büro und zählte die 500-Euro-Scheine durch.

Das Geld liegt längst auf dem Tierpark-Spendenkonto, das sich in den letzten Monaten gut gefüllt hat. 40 000 Euro sind zusammengekommen. Mit dieser Summe kann jetzt das im Dezember 2016 initiierte Projekt Vari-Land in Angriff genommen werden. In dem frei begehbaren Gehege im vorderen Teil des Tierparks sollen drei Varis und drei Kattas miteinander vergesellschaftet, also zusammengeführt, werden, erläutert Jörke. „Besucher sollen die Tiere hautnah erleben können.“ Durch Schleusen, so sieht es der Plan vor, gelangen die Tiere in das ansonsten geschlossene, 2,50 Meter hohe Gehege und wieder heraus. Die Wege führen am Rande entlang. In der Mitte sind Pflanzen und Spielmöglichkeiten für die Affen geplant. Die dann alten Reviere sollen als Rückzugsraum dienen.

Demnächst sollen Detailplanungen erfolgen, um dann die Bauleistungen ausschreiben zu können. Im Frühjahr 2019 könnte dann gebaut werden. Allerdings: Das ursprünglich avisierte Budget von 40 000 Euro werde nicht ausreichen, um die mittlerweile gestiegenen Baupreise und die neue Planung mit einer Überdachung auszugleichen. Die Lücke muss nun mit Eigenmitteln geschlossen werden, so Jörke.

top