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Ortrand möbelt sich auf

Pulsnitzstadt schmückt sich mit neuen Stadtmöbeln

Jugendliche der Oberschule stellen die erste Bank am Altmarkt auf.FOTO: Mirko Sattler

Ortrand. „Ortrand aufmöbeln“ ist das Motto von Stadt, Oberschule und Eisenhütte. Der Anfang ist gemacht.

Mit dem ambitionierten Projekt „Ortrand aufmöbeln“ macht die Pulsnitzstadt gerade auf sich aufmerksam. Am Donnerstag sind die ersten zwei Bänke aufgestellt worden. Insgesamt sollen es 50 werden, sagt Karsten Ziemann, Leiter der Karl-Eduard-von-Lingenthal-Oberschule. „Da wir erst im März mit unserer Konsumproduktion angefangen haben, werden wir bis Ende des Schuljahres nur zehn Bänke schaffen. Es ist angedacht, in den nächsten Jahren 20 Bänke pro Schuljahr herzustellen“, so der Schulleiter, der das Projekt im Rahmen des praxisnahmen Unterrichts betreut. Die Schüler werden aus den Einzelteilen die Bänke fertigen. Sie bohren, schleifen, schrauben und hämmern kräftig und sind sichtbar stolz auf ihre Produkte. „Hier wird dann sichtbar, wer Geschick hat und wer ehrgeizig ist. Innerhalb von drei Unterrichtsstunden arbeiten überwiegend Schüler der 9. Klasse an dem Projekt“, erläutert der Schulleiter.

Die Ortrander Eisenhütte gießt und entwirft die Grundteile für die Ortrander Orginale. Im Rahmen des praktischen Unterrichts werden die Stadtmöbel dann zusammengebaut, gestrichen und gemeinsam mit dem Bauhof aufgestellt. „Die Stadt Ort­rand koordiniert die gemeinsame Zusammenarbeit“, sagt Bürgermeister Nico Gebel. Die Ortrander Eisenhütte unterstützt nicht nur in der Herstellung und Lieferung, sondern vermittelt auch einen ehemaligen Kollegen. „Nach Zusammenbau wiegt eine Bank gut 50 Kilogramm. Wir lieferten nicht nur die Graugussteile, sondern auch Bohrer, Bohrmaschine und die Bohrschablonen, damit die Schüler ordnungsgemäß arbeiten können. Unser ehemaliger Kollege Heinrich Losch unterstützt hierbei den Lehrer. Gegossen wurden die Teile bereits im Jahr 2018“, erinnert sich Vertriebsleiter Jens Muschter.

Aufgestellt werden sollen die Bänke unter anderem auf dem Altmarkt, dem Topfmarkt, im Haag und an der Frauendorfer Straße. Die Standorte gehen aus Wünschen der Einwohner hervor. Neben den Bänken sollen in naher Zukunft auch Papierkörbe und Blumenkübel aus Grauguss einen Platz in der Pulsnitzstadt finden. „Mit dem Projekt festigen wir unsere Verbindung zu unserer Hütte, und die Schüler können handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernen. Und das schönste dabei ist, dass wir auch noch schöne neue Stadtmöbel für unser Ortrand bekommen“, sagt Bürgermeister Niko Gebel.

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